12.11.2015 (as)
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Opentext-CEO verkündet in Las Vegas Details zu Neuentwicklungen

Mark Barrenechea auf der Bühne der Enterprise World in Las Vegas (Bild: Opentext)Gerade läuft in Las Vegas mit rund 2000 Kunden und Partnern die weltweit größte Kundenkonferenz von OpenText unter der Bezeichnung »Enterprise World«. Heute ist der Tag der Keynotes, in der CEO Mark Barrenechea als erstes verkündet, dass es die Enterprise World in dieser Form nicht mehr geben wird. Ab 2016 plant das Unternehmen die Kundenkonferenz in ein großes Unternehmensevent einzubetten, das gleichzeitig Sales- und Unternehmens-Kick-off zu Beginn des Geschäftsjahres darstellen soll. 2016, wenn Opentext 25 Jahre alt wird, feiert das neue Veranstaltungsformat im Juli in Nashville Premiere.

Einen großen Teil seiner Keynote widmete Barrenechea jedoch der Vorstellung der beiden neuen Produktlinien »OpenText Suite 16« und »OpenText Cloud 16«, die bislang unter der Bezeichnung »Blue Carbon« liefen und im März 2016 verfügbar sein sollen. Sie sollen Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen und der sich grundlegend ändernden Art, wie Menschen in Zukunft arbeiten, Rechnung tragen. »Den heute noch im Durchschnitt 52jährigen nordamerikanischen Versicherungsvertreter wird es in ein paar Jahren nicht mehr geben«, meint Barrenechea exemplarisch. Versicherungen werden in Zukunft ausschließlich über Internetkanäle verkauft.

Opentext unterstützt On-Premise- und Cloud

Viele Teilnehmer verfolgen die Keynote des Opentext-CEOs (Bild: Opentext)Die Opentext Suite 16 besteht aus vier On-Premise-Suiten: Enterprise Content Management (ECM), Business Process Management (BPM), Customer Experience Management (CEM) und Analytics. Jede Suite steht für ein Set an integrierten Produkten, die Anwendern eine komplette Lösung für ihre EIM-Bedürfnisse bieten. Ähnlich aufgebaut ist Opentext Cloud 16, dass das Suite-Angebot auch in der Cloud zur Verfügung stellt. Es ist sowohl in der OpenText Cloud als auch in Cloud-Plattformen anderer Anbieter einsetzbar.

Was die Teilnehmer bei der Präsentation der neuen Produktgeneration sehen konnten war, dass sich die Benutzeroberfläche erheblich gewandelt hat und nun intuitiver und moderner erscheint. Damit verbessert Opentext einen Punkt den das Marktforschungsunternehmen Gartner bei seiner im Oktober veröffentlichten Marktbetrachtung kritisiert hat und darauf hinwies, dass Opentext-Produkte viel Training erfordern. Die neue Benutzeroberfläche basiert auf HTML5, womit sie alle Bildschirmformate von Smartphone bis zum Desktop-Monitor optimal ausnutzt. Pop-up-Windows existieren nicht mehr und das rollenbasierte System zeigt den Anwendern nur die für deren Arbeitsschritte relevanten Features.

Große Innovationen betreffen Hybridbetrieb, Salesforce und BPM

Speziell hervorgehoben hat Barrenechea auch die Möglichkeit, die Collaboration-Komponente Opentext Core mit dem Content Server zu verbinden. Den Content Server betreiben viele Anwender gerne inhouse und nicht in der Cloud, da sensible Daten damit verwaltet werden, während Core häufig in der Cloud abläuft. Durch diese Verbindung wird die Compliance-gerechte Archivierung beziehungsweise das Records Management von per Core verarbeitenden Dokumenten auf einfache Weise in hybriden Umgebungen möglich.

Als weitere große Innovation bewertet Barrenechea die stärkere Einbindung von Salesforce-Systemen, die ebenso stark wie SAP über »Exended ECM« geschieht. Damit können Anwender von Salesforce aus, Kunden verwalten und zugehörige Dokumente, die in Opentext liegen, betrachten und bearbeiten, ohne die Salesforce-Anwendung verlassen zu müssen.

Einiges Neues bringen die angekündigten Produktsuiten auch im  Business-Process-Management-Bereich: BPM-Produkte, die Opentext über Akquisitionen von BPM-Herstellern wie Cordys, Metastorm und Global 360 erworben hat, werden weiter unterstützt. Neue Funktionen erhält der Kunde aber nur, wenn er auf die BPM-Module der Suite 16 oder Cloud 16 migrieren wird.

Viele weitere neue Entwicklungen sollen die neuen Produktgenerationen von Opentext enthalten, die sich beispielsweise auf Analytics-Funktionen, Sendungsverfolgungen über Lieferketten hinweg und die Entwicklerplattform »AppWorks« beziehen. Neue Abrechnungsmodelle wie Bezahlen per Kreditkarte werden ebenfalls eingeführt.