01.02.2021 (pma)
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Ricoh nutzt KI und ML zur Selbstoptimierung im Produktionsdruck

  • Inhalt dieses Artikels
  • Unmittelbare Einblicke in den Produktionsprozess 
  • Zeitaufwändige Aufgaben automatisieren
  • Pro Scanner Option übernimmt Prüfungen in der Druckvorstufe
Der Produktionsdrucker Ricoh Pro VC70000 (Bild: Ricoh)Die Ricoh Pro Scanner Option ist für die beiden Produktionsdrucker Ricoh Pro VC60000 und Ricoh Pro VC70000 (im Bild) verfügbar (Bild: Ricoh)

Mit der Pro Scanner Option macht Ricoh Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens (ML) zur Leistungsverbesserung von Produktionsdrucksystemen nutzbar. Dazu sammelt die Neuvorstellung Daten aus dem laufenden Druckprozess, erkennt Muster und sorgt durch eine kontinuierliche Feedback-Schleife für eine intelligentere Druckproduktion.

Das dazu verwendete System fasst mehrere 600-dpi-CIS-Scanner und eine Steuereinheit zusammen. Ricoh bietet es als Ergänzung seiner Endlos-Inkjet-Drucksysteme »Pro VC60000« und »Pro VC70000« an. Zu Preisen hat das Unternehmen noch keine offiziellen Angaben gemacht.

Unmittelbare Einblicke in den Produktionsprozess 

Mit dem Zusatzsystem sind laut Ricoh Einblicke in den Produktionsprozess »nahezu in Echtzeit« möglich. Druckmotive ließen sich unmittelbar erfassen und anzeigen, noch während sie das Drucksystem durchlaufen. Erfasste Seiten können dabei auch vergrößert werden, um sie genauer zu prüfen.

Ricoh nutzt dazu die jüngsten Weiterentwicklungen bei Bildverarbeitungssystemen. Die seien inzwischen so weit, dass sie der menschlichen Leistung bei der Erkennung von Details kaum noch nachstünden. Diese Fortschritte sollen nun auch für den Produktionsdruck nutzbar werden, indem sie dabei helfen, die Druckgenauigkeit zu verbessern, die Anzahl manueller Eingriffe zu reduzieren und den Druckprozess insgesamt effizienter zu machen.

Zeitaufwändige Aufgaben automatisieren

Gleichzeitig lassen sich damit laut Ricoh zahlreiche arbeits- und zeitaufwändige Aufgaben automatisieren, etwa die Druckkopfreinigung. Anwender könnten zudem Aufgaben zur Druckervorbereitung entsprechend ihres Arbeitsablaufs und unabhängig davon planen, ob es sich um einmalige oder wiederkehrend sowie beaufsichtigte oder unbeaufsichtigte Aufgaben handelt.

Das System misst die Ergebnisse jedes Auftrags und ermittelt, wie sie sich vom vorherigen Auftrag unterscheiden. Es berücksichtigt dabei auch die genutzten Druckmethoden. Mit den so gewonnenen Ergebnissen verbessert sich das System schrittweise selbst.

Pro Scanner Option übernimmt Prüfungen in der Druckvorstufe

»Unsere Pro Scanner Option beschleunigt und automatisiert den Gesamtprozess direkt im Drucksystem, so dass unsere Kunden die Verbesserungen erzielen können, die für ein stabiles Geschäftswachstum nötig sind«, sagt Clive Stringer, Director, Continuous Feed and High End Software Sales, bei Ricoh in Europa. »Kommen nun Technologien wie KI und Machine Learning ins Spiel, so entsteht eine kontinuierliche Feedbackschleife.«

Zu den so automatisierten Prüfungen in der Druckvorstufe gehören etwa Jet-Out-Erkennung, Überprüfung der Tintendichte sowie der Registerhaltigkeit zwischen Schön- und Widerdruck und von Seite zu Seite. Eine optionale, intelligente Mustererkennung kann fertige Seiten automatisch mit der vorliegenden Datei abgleichen, identifizierte Probleme kennzeichnen und sie entweder automatisch vom System korrigieren lassen oder Mitarbeiter darauf hinweisen.



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