19.02.2019 (pma)
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Sharp aktualisiert Angebot an A3-Multifunktionsgeräten

  • Inhalt dieses Artikels
  • Application Portal für Touchscreen-Displays angekündigt
  • Self Recovery und Schutz vor Firmware-Attacken
  • Zertifizierungen nach Common Criteria und HCD PP
  • Bessere Cloud-Integration und schnellerer PDF-Druck

Sharp Farb-MFP MX-3071Die neuen Farb-MFPs von Sharp bieten erheblich erweiterte Sicherheitsfunktionen, zusätzliche Cloud-Integration und erleichtern mit einem Touchscreen-Display die Bedienung.

Sharp hat seine A3-Farb-Serie an die Anforderungen moderner Arbeitsumgebungen angepasst. Insgesamt sind zehn Modelle hinzugekommen und nun alle Geräte der Produktreihe MX mit einem Touchscreen-Display ausgestattet. Im Angebot hat Sharp bisher Multifunktionsgeräte mit Druckgeschwindigkeiten zwischen 30 und 60 Seiten pro Minute. Die Neuzugänge erreichen je nach Modell zwischen 30 und 40 Seiten. Die Produktbezeichnungen nach dem Muster MX-3071 bis MX-4071 ersetzen die mit MX-3070V bis MX-4070V bezeichneten Vorgänger.

Grundsätzlich teilt Sharp seine Office-Modelle in vier Klassen ein: Business Entry, Business, Professional und Professional Plus. Insgesamt deckt das Portfolio Druckgeschwindigkeiten von 20 bis 90 Seiten pro Minute ab. Die aktuellen Geräte in der Professional-Serie erreichen 30 (MX-3071 und MX-3061), 35 (MX-3571 und MX-3561) beziehungsweise 40 Seiten pro Minute (MX-4061 und MX-4071). In der Business-Serie sind die Modelle MX-2651 (26 Seiten pro Minute), MX-3051 (30 Seiten pro Minute), MX-3551 (35 Seiten pro Minute) und MX-4051 (40 Seiten pro Minute) hinzugekommen.

Application Portal für Touchscreen-Displays angekündigt

Alle Neuzugänge besitzen das von anderen Sharp-Druckgeräten bekannte Touchscreen-Display, über das sie sich einfach bedienen lassen. Für jeden Benutzer sind die Symbole für häufig verwendete Funktionen mittels Drag-and-drop im Startbildschirm anpassbar. Auch die Ausrichtung der kippbaren Displays lässt sich nach Bedarf einstellen.

Noch im Frühjahr 2019 soll ein Application Portal in Betrieb genommen werden. Administratoren können dann dort angebotene Anwendungen direkt über das Touchscreen-Display hinzufügen oder aktualisieren. Im Zuge der Erneuerung seiner Produktpalette führt Sharp zudem zahlreiche Verbesserungen bei der Sicherheit ein und erweitert die Möglichkeiten zur Cloud-Integration.

Self Recovery und Schutz vor Firmware-Attacken

Der Sicherheit dient unter anderem eine Self-Recovery-Funktion, die Angriffe erkennt und die Geräte-Firmware auf die Werkseinstellungen zurücksetzt, sowie ein Schutz vor Firmware-Attacken. Dass hier Handlungsbedarf besteht, haben auch andere Hersteller bereits erkannt. HP hatte zum Beispiel bereits Ende 2016 eine umfassende Sicherheits-Offensive für seine Netzwerkdrucker angekündigt und Canon hat erst kürzlich mit der neuesten Generation seiner Multifunktionsgeräte und der »imageRUNNER ADVANCE«-Plattform entsprechende Funktionen vorgestellt.

Bei Sharp hilft jetzt zudem eine Whitelisting-Funktion, das Dateisystem vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Desweiteren können Administratoren einen Teil der Geräteeinstellungen durch Gruppenrichtlinien mittels Active Directory zentral verwalten. Die neuen Funktionen ergänzen die bisher bereits implementierten Sicherheitsfunktionen für Druckertreiber und Software-Applikationen.

Zertifizierungen nach Common Criteria und HCD PP

Für den Einsatz in Bereichen mit vertraulichen Daten sind die Geräte durch das »Sharp Data Security Kit« mit Common-Criteria-Zertifizierung sowie die HCD-PP-Zertifizierung für Multifunktionssysteme vorbereitet. Die Common Criteria sind generell Richtlinien zur Bewertung von IT-Geräten. Sie werden von unabhängigen Instituten festgelegt und überprüft. Bei Sharp ist das das japanische IT-Sicherheitsbewertungs- und Zertifizierungssystem (JISEC).

HCD PP (Protection Profile for Hardcopy Devices) ist eine seit 2017 vergebene Zertifizierung für digitale Multifunktionsgeräte auf Grundlage von Sicherheitsanforderungen von US-amerikanischen und japanischen Behörden. Entwickelt wurde sie gemeinsam von der National Information Assurance Partnership (NIAP) in den USA und der International Technology Promotion Agency in Japan (IPA). Sie legt unter anderem strenge Kriterien für Verschlüsselung und Firewalls fest, mit denen über das Gerät verarbeitete Informationen abgeschirmt werden.

Bessere Cloud-Integration und schnellerer PDF-Druck

Sharp Farb-MFP MX-4071Die bislang vor allem in den USA und Japan wichtige Zertifizierung nach HCD PP bringen die neuen Sharp-MFPs mit. Sie könnte auch in Europa an Bedeutung gewinnen.Die zehn neuen Sharp-MFPs lassen sich laut Hersteller auch in komplexe Netzwerkumgebungen einfach integrieren. Neu ist der schnelle Zugriff auf eine erweiterte Liste von Cloud-Diensten. Dazu gehören nun auch Box und Dropbox. Google Drive sowie die Microsoft-Angebote Sharepoint und One Drive gehören schon länger dazu.

PDF-Dateien können Anwender über die Adobe Embedded Print Engine per Direct Print ausdrucken. Sharp zufolge wurde in Performance-Tests von Adobe damit die im Vergleich zu früheren PDF-Direct-Print-Optionen für einen Ausdruck benötigte Zeit in mobilen und Cloud-Umgebungen nahezu halbiert.

»Unsere aktualisierte Farb-MFP-Serie bietet erweiterte Integrationsmöglichkeiten sowie verbesserte Workflow-Funktionen, um die Anforderungen moderner Arbeitsplätze zu erfüllen. Im Fokus stehen dabei nach wie vor Leistung, Anwenderfreundlichkeit und Sicherheit«, fasst Torsten Bechler, Manager Produkt Marketing bei Sharp Business Systems Deutschland, zusammen. Für Mai 2019 kündigt er bereits vier weitere neue Modelle an. In der Advanced-Serie sollen die Modelle MX-5071 und MX-6071 die Vorgänger MX-5070V und MX-6070V ablösen. In der der Essentials-Serie werden dann MX-5050V und MX-6050V durch die neuen Modelle MX-5051 und MX-6051 ersetzt.