Kyocera vernetzt ECM-Softwarefirmen stärker
Bei Kyocera Document Solutions erhält Oliver Kreth eine übergreifende Rolle, um die strategische Abstimmung der Softwareunternehmen weiterzuentwickeln. Thomas Stupp übernimmt von Kreth die Geschäftsführung und die operative Leitung der Ceyoniq Technology.
Orchestrierungsrolle für Oliver Kreth
Weiterhin bleibt Oliver Kreth Teil der Geschäftsleitung von Ceyoniq Technology, jedoch wird er sich künftig verstärkt konzernweit engagieren. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Softwaregesellschaften innerhalb der Kyocera-Gruppe auszubauen und gemeinsame Marktaktivitäten zu stärken. »Die engere Vernetzung unserer Softwaregesellschaften eröffnet neue Möglichkeiten für Innovation und Zusammenarbeit. Unser Ziel ist es, innerhalb der Gruppe stärker gemeinsam zu agieren und Partnerschaften nachhaltig auszubauen«, erklärt Kreth.
Zum Softwareportfolio der Kyocera-Gruppe im Dokumenten- und Informationsmanagement zählen unter anderem Ceyoniq Technology mit der ECM-Plattform »nscale« sowie Optimal Systems, Anbieter der Lösungen »enaio« und »yuuvis«. Ergänzt wird das Lösungsangebot durch Integrations- und Serviceleistungen des Systemhauses TA Triumph-Adler.
Parallel zu Ceyoniq findet bei TA Triumph-Adler ebenfalls ein Wechsel der Geschäftsführung statt: Hier übergibt der Geschäftsführer der TA Triumph-Adler Gruppe Christopher Rheidt sein Amt an Dietmar Nick, CEO von Kyocera Document Solutions Deutschland. Rheidt ersetzt Takuya Marubayashi als President von Kyocera Document Solutions Europe Management.
Von der Tochter zur Mutter: Thomas Stupp

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Thomas Stupp übernimmt die Geschäftsführung und die operative Leitung der Ceyoniq Technology GmbH (Bild: Ceyoniq)
Kreths Nachfolger bei Ceyoniq ist seit 1. April Thomas Stupp, der zuvor Geschäftsführer der Ceyoniq-Tochtergesellschaft advice IT war. advice IT ist Implementierungspartner für DMS- und ECM-Projekte. Daher verfügt Stupp bereits über Kenntnisse des Produktportfolios und des Partnernetzwerks von Ceyoniq. Er freut sich darauf, »die operative Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und gemeinsam mit unseren Partnern neue Potenziale im Markt zu erschließen«, so Stupp.
Hintergrund der stärkeren Vernetzung unter den Kyocera-Firmen ist die Entwicklung des ECM-Marktes hin zu integrierten Plattformen und vernetzten Lösungen. Unternehmen suchen zunehmend ganzheitliche Systeme für Dokumentenerfassung, Informationsmanagement und Prozessautomatisierung. Gleichzeitig steigt der Innovationsdruck durch neue Technologien wie KI-gestützte Dokumentenanalyse.
Zielsetzung von Kyocera
Mit der stärkeren organisatorischen Abstimmung will Kyocera seine Softwarekompetenzen innerhalb der Gruppe enger bündeln und schneller auf Marktanforderungen reagieren. Die Maßnahmen von Kyocera deuten darauf hin, dass sich die weitgehend autonomen Softwarefirmen stärker zu einem gemeinsamen Lösungsökosystem formen, nicht aber unter einem Dach konsolidiert werden sollen.
Thematisch überschneiden sich zwar vor allem Optimal Systems und Ceyoniq, aber die zugrundeliegende Architektur und die fokussierten Marktsegmente sind unterschiedlich. Dies schließt aber auch nicht aus, dass sich beide Unternehmen gelegentlich bei Ausschreibungen als Konkurrenten begegnen können.
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