25.02.2014 (as)
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ECM-Neuheiten auf der CeBIT 2014

  • Inhalt dieses Artikels
  • Fujitsu-Tochter PFU präsentiert Dorf mit Scanlösungen
  • Hard- und Software für die Postbearbeitung
  • Neue Versionen und Funktionen bei ECM-Softwaresuiten
  • Viele interessante ECM-Vorträge bilden attraktiven Rahmen

Das diesjährige CeBIT-Thema »Datability« umschreibt die Fähigkeit, große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen. Mit diesem Thema kann auch die ECM- und DMS-Branche gut leben, denn hier geht es vielfach um die effiziente Bearbeitung von unstrukturierten Daten. Einige der Neuheiten, die auf ECM-Hard- und Softwareseite zu sehen sein werden, sind hier zusammengefasst.

Die CeBIT öffnet in diesem Jahr vom 10. bis 14. März ihre Tore (Bild: Deutsche Messe)
Die CeBIT öffnet in diesem Jahr vom 10. bis 14. März ihre Tore (Bild: Deutsche Messe)
Die CeBIT-Themen Big Data und Datability, die die CeBIT in diesem Jahr beherrschen, machen im ECM-Umfeld auch die Vertreter von Input-Lösungen glücklich. Als Hersteller von Hochleistungsscannern freut sich Peter Schnautz, Geschäftsführer von InoTec, über die Themenwahl: »Zum Trendthema der CeBIT können wir Interessantes beitragen. Denn mit den Inotec-Kompetenzpool-Lösungen werden große Dokumentenmengen schnell und smart verarbeitet, damit die Informationen zum richtigen Mitarbeiter zur richtigen Zeit am richtigen Ort gelangen«. Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Inotec (Halle 3, Stand G30) steht der neue Hochleistungsscanner »SCAMAX 8x1«, der eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von bis zu 300 Blatt pro Minute (600 Images) bei 300 dpi erreicht. Interessanterweise verzeichnet Inotec, trotz der fortschreitenden Digitalisierung, ebenfalls großes Kundeninteresse an Möglichkeiten zur Mikroverfilmung. Daher hat der Hersteller auch den »SCAMAX 515« im Messegepäck, der digitale und analoge Images erstellen kann. Die Geschwindigkeit beträgt bis zu 460 DIN-A4 Seiten pro Minute.

Die neben Inotec als weiterer deutscher Scannerhersteller auftretende Microform zeigt ebenfalls Dokumenten-Hochleistungsmodelle. Im Mittelpunkt steht die Produktreihe »XINO S700«, deren Flaggschiff eine Geschwindigkeit von 200 Seiten pro Minute erreicht. Die Besonderheit der Xino-S700-Scanner besteht in der Papierzuführung, die durch ein Wechselfeeder-System auf zwei Arten erfolgen kann. So lässt sich die Beleganlage sowohl mittig als auch linksorientiert bewerkstelligen, was bei gemischtem Beleggut von Vorteil ist. Außerdem ist der Feeder mit individuell steuerbarer dreifach Ultraschall-Doppelblatterkennung und flexiblen Einstellungen für die Stapelhöhe ausgestattet.

Fujitsu-Tochter PFU präsentiert Dorf mit Scanlösungen

»Die CeBIT ist für uns weiterhin die wichtigste öffentliche Plattform, um unsere Scanlösungen der internationalen Fachwelt zu präsentieren«, meint Klaus Schulz, Manager Product Marketing von PFU Imaging Solutions, im Interview mit ECMguide.de »Die anvisierte noch stärkere Business-Ausrichtung der CeBIT kommt unserem Lösungsportfolio und unserer Fokussierung auf klar erkennbare Geschäftsfelder und Geschäftsprozesse entgegen, da wir uns ausschließlich an professionelle Anwender in Unternehmen und Verwaltung sowie Selbstständige richten.« Dem Messepublikum wird die Fujitsu-Tochter PFU Imaging Solutions ihre Scanlösungen in einem Dorf (Halle 3, Stand G05) präsentieren, in dem auch Partner »wohnen«. IBM stellt im »Imaging Village« eine integrierte vertikale Lösung vor. Die Firma SMARTdoc adressiert kleine und mittlere Unternehmen, während bei silex technology die Connectivity im Vordergrund stehen wird. Der PFU-Partner Top Image Systems ist auf die Anforderungen von Versicherungen spezialisiert und WebSmartWare bietet eine Reihe von allgemeinen Dienstleistungen rund um Scannen und Dokumentenmanagement. Im PFU-Produktfokus selbst stehen die jüngsten Dokumentenscanner der »fi Series«. Diese Scanlösungen sollen die Scan-Ergebnisse während des gesamten Erfassungsprozesses optimieren. Hierfür sorgt unter anderem die neue »PaperStream Software«, die aus einer Middleware für die Bildverbesserung sowie einer Erfassungssoftware besteht.

Zeutschel nutzt die CeBIT, um auch Unternehmenskunden zu gewinnen (Bild: Zeutschel)
Zeutschel nutzt die CeBIT, um auch Unternehmenskunden zu gewinnen (Bild: Zeutschel)
Die beiden Scanneranbieter Zeutschel und Avision scannen auf der CeBIT in die Cloud. Der besonders im Bibliotheksbereich bekannte Scannerhersteller Zeutschel demonstriert auf der CeBIT in Halle 3, Stand H17 neue Funktionen des Aufsichtsscanners »zeta«, die auch Firmenkunden ansprechen. Hierzu zählen die Scan-to-cloud-Eigenschaft mit optischer Zeichenerkennung (OCR) und die Möglichkeit, neben Grafik-Dateien auch durchsuchbare PDFs zu erzeugen.

Die neue Scanner-Software »Button Manager 2« von Avision ermöglicht ebenfalls, Scans direkt zu populären Clouds wie Google Docs und Dropbox sowie zu Sharepoint oder einem FTP-Server hochzuladen. Daneben zeigt Avision in Halle 3, Stand H34 zwei Modelle, die neuerdings Wireless LAN unterstützen. So wird der »Mobil Scanner MiWand 2 Pro« als Wi-Fi Version ebenso vorgeführt wie der Dokumentenscanner »AV620N«, der die Scans auf mobile Geräte wie Notebooks, Tablet-PCs oder Smartphones übertragen kann.

Hard- und Software für die Postbearbeitung

Die gesamte Postbearbeitung und besonders die Kundenkommunikation hat neopost in Halle 3, Stand B12 während der CeBIT im Visier. Wie er mit fünf speziellen Softwareprodukten und E-Services zeigt, ist der Hersteller von vielen Frankier- und Kuvertiermaschinen auch auf digitale beziehungsweise hybride Lösungen ausgerichtet. Die Output-Software »OMS« übernimmt beispielsweise das Erzeugen, Steuern und Verwalten von Dokumenten und bietet eine einheitliche Plattform für digitale und gedruckte Post. Die automatisierte Ausgabe funktioniert auch bei personalisierten und individuellen Inhalten. Am Ende werden beispielsweise die Papierdokumente sortiert und gesammelt, um Porto zu sparen und Mehrfachsendungen an denselben Empfänger zu vermeiden. Mittels webbasierter Bedienoberfläche lässt sich der ganze Prozess überwachen.

Neoposts Mitbewerber Francotyp-Postalia nimmt die CeBIT zum Anlass, seine Ende 2013 gestartete Zusammenarbeit mit dem Fachhandel vorzustellen. Klassische Fachhändler und IT-Systemhäuser wie die überregional agierende ChipSet Computersysteme aus Berlin, die im Druck- und Kopiersegment aktiv sind, werden den bisherigen Vertriebskanal erweitern. Während der CeBIT sollen weitere Partner bekannt gegeben werden, die das Francotyp-Postalia-Portfolio, das von der Frankiermaschine bis zur De-Mail reicht, künftig vertreiben. Außerdem verleiht Francoty Postalia am 12. März um 16 Uhr im CeBIT ECM Forum, Halle 3, Stand D05 einen Award, der das innovativste Konzept für Kommunikationsprozesse rund um die De-Mail auszeichnet.

Neue Versionen und Funktionen bei ECM-Softwaresuiten

Auch bei den klassischen ECM-Softwaresuiten gibt es viele neue Versionen, Module und Funktionalitäten auf der CeBIT zu  sehen. ECM-Anbieter ELO gewährt beispielsweise einen Einblick in Neuheiten bei den beiden ECM-Suiten »ELOprofessional« und »ELOenterprise« für mittelständische und große Unternehmen. Hier bietet das Modul »ELO Social« Mitarbeitern einen integrierten Dokumenten-Feed und ermöglicht einen verzögerungsfreien Austausch über Dokumente in einer Art Chatfunktion. Darüber hinaus zeichnen sich die neuen Versionen durch Features zur bequemeren Ablage von Dokumente, schnelleren Suche und rascherem Druck und Versand aus Drittapplikationen heraus aus.

Bei der kommenden Version »windream 6.0« hat der Hersteller windream vor allem die Recherche-Anwendung überarbeitet. Sie soll dem Anwender einen neuen Detailbereich bieten, in dem die Indexdaten eines ausgewählten Dokuments aus einer Ergebnisliste direkt angezeigt werden. Dadurch sei es möglich, nicht nur direkt auf den eigentlichen Inhalt, sondern gleichzeitig auch auf die assoziierten Metadaten zuzugreifen.

Mit dem »Intelligent Indexing Service« brachte Docuware im letzten Jahr mit der Version 6 eine Neuheit auf den Markt. Der webbasierte Dienst legt Papierunterlagen deutlich schneller und effizienter als von Hand ab. Er füllt Felder einer Ablagemaske selbständig aus und archiviert die Dokumente somit automatisch indexiert. Nun ist der Service mit der Version 6.5 erweitert worden: Beispielsweise lassen sich jetzt auch unternehmensspezifische Begriffe für einen Dokumententyp frei wählen, etwa »Eingangsrechnung« statt »Rechnung (eingehend)«. Erkennt der Dienst ein Dokument als »Rechnung (eingehend)«, wird das Dokument als solches weiter ausgelesen, als Indexbegriff aber »Eingangsrechnung« verwendet. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, die Ergebnisse von Intelligent-Indexing mit Daten aus Fremdanwendungen abzugleichen.

Mit der Version 7.5 gibt agorum software während der CeBIT eine Vorschau auf neue Module und Funktionen seines Open-Source-Dokumentenmanagement-Systems »agorum core«. Hierzu zählen ein Audit- und Speicher-Modul sowie verbesserte Ablage- und Suchhilfen, Workflowunterstützung und eine Möglichkeit zum sicheren Austausch von Geschäftsunterlagen.

Viele interessante ECM-Vorträge bilden attraktiven Rahmen

Neben vielen Produktneuheiten, die im Hard- und Softwarebereich des ECM-Umfelds zu sehen sind, können CeBIT-Besucher auch viele interessante Vorträge kostenfrei besuchen. In rund 70 Vorträgen und Diskussionsrunden geht es auf dem CeBIT-ECM-Forum in Halle 3 um Themen wie die Nutzung von Daten aus sozialen Netzwerken, das Informationsmanagement in Unternehmen und die elektronische Rechnung. Das ECM-Forum ist in diesem Jahr erstmals offizieller Bestandteil der CeBIT-ECM-Aktivitäten und wird zusammen von dem Hightech-Verband BITKOM, der Deutschen Messe und dem VOI, Verband Organisations- und Informationssysteme, veranstaltet.