Die Illusion vom vernetzten Digital Workplace
Viele Tools, viele Schnittstellen: In Unternehmen fließen Informationen oft nur, weil Beschäftigte Systemgrenzen von Hand überbrücken. Ein aktueller Arbeitsplatz-Trendreport zeigt, warum im Digital Workplace Reibungsverluste entstehen.+Anzeige+
Arbeitsplatz-Investitionen auf dem Prüfstand
Inhalt dieses Artikels
Viele Unternehmen haben umfangreich in hybride Arbeitsplatzkonzepte und -technologien investiert. Trotzdem verlieren Mitarbeitende Zeit bei der Suche nach Informationen und Ansprechpartnern oder beim Wechsel zwischen nicht verbundenen Tools und Arbeitsabläufen. Der Arbeitsplatz-Trendreport 2026 von WORKTECH Academy und SPS zeigt die Lücke zwischen Investitionen und wahrgenommenem Nutzen: Nur etwa die Hälfte der Beschäftigten glaubt, dass ihr Unternehmen in die richtigen Arbeitsplatzlösungen investiert. Jede fünfte Person sieht in Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung – also in Veränderungen bei Räumen, Arbeitsmitteln oder Technologie keinen spürbaren Nutzen.
Viele Lösungen, kein durchgängiger Informationsfluss
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht fehlende Technologie das Kernproblem ist. Vielmehr erleben Mitarbeitende eine fragmentierte Arbeitsumgebung, in der vorhandene Systeme, Lösungen und Arbeitsabläufe nicht ausreichend zusammenspielen. »Es geht nicht wirklich darum, mehr Lösungen für den Arbeitsplatz zu haben. Es geht darum, ob diese Lösungen zusammenwirken«, sagt Marnix Mali, Director of Real Estate & Workspace Services bei Booking.com, im Report.
KI-Nutzung eilt der Governance voraus
Mit Large Language Models und agentischen Workflows wächst der Druck, Richtlinien und Governance-Strukturen an die tatsächliche Nutzung anzupassen. KI kann den Zugang zu Informationen erleichtern und Abläufe beschleunigen, braucht dafür aber verlässliche Quellen, eindeutige Berechtigungen und geregelte Prozesse. Wie groß die Lücke zwischen Nutzung und Steuerung ist, zeigt die Befragung: Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil der Beschäftigten, die KI-Tools nutzen, von 59 auf 75 Prozent. Der Anteil der Unternehmen ohne klare Richtlinien blieb nahezu unverändert: 2025 lag er bei 32 Prozent, 2026 bei 33 Prozent. 15 Prozent der Beschäftigten finanzieren ihre KI-Werkzeuge privat. Das wirft Fragen dazu auf, ob diese Anwendungen in etablierte Beschaffungs-, Datenschutz- und Governance-Prozesse eingebunden sind.
Workplace Services als vernetztes System
Ein funktionierender Digital Workplace verbindet daher mehr als Software. Er bringt Menschen, Prozesse, Technologien und Workplace Services zusammen. Genau hier setzt der SPS Connected Workplace an: Er koordiniert Services und Technologien – von Empfangs- und Konferenzdiensten über Post- und Dokumentenprozesse bis zu Bürologistik, digitalen Tools und datengestützten Erkenntnissen. So erhalten Beschäftigte Informationen, Ressourcen und Workplace Services über abgestimmte Prozesse, statt die Übergänge zwischen einzelnen Angeboten selbst organisieren zu müssen.
Über den Arbeitsplatz-Trendreport 2026: Der Report basiert auf einer Befragung von 679 Beschäftigten und Führungskräften aus acht Ländern und acht Branchen. Er zeigt, welche Reibungsverluste Beschäftigte erleben und welche Voraussetzungen sie für produktives Arbeiten benötigen.
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