München wird Docusign-Hub für die DACH-Region
Docusign hat den Standort München deutlich ausgebaut und ein dediziertes Support-Team für die DACH-Region aufgebaut. Damit stärkt der Anbieter seine Präsenz vor Ort und adressiert Zukunftsthemen wie IAM und digitale Identitäten.
Mehr Nähe zum Kunden
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Die Eröffnung des deutlich vergrößerten Münchner Büros nutzte Kai Stübane, Managing Director DACH von Docusign, um Partnern und Kunden Einblicke in aktuelle Marktentwicklungen und die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu geben. Dabei markiert der Ausbau des Standortes einen wichtigen Meilenstein für die eigenständige Organisation im deutschsprachigen Raum: »Als ich vor eineinhalb Jahren bei Docusign gestartet bin, war es mein Ziel, ein starkes Team vor Ort aufzubauen und die DACH-Region organisatorisch weiter zu stärken. Mit dem erweiterten Standort schaffen wir die Grundlage, unsere Kunden noch enger zu begleiten«, meint Stübane.
Rund ein Drittel der aktuell 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird regelmäßig vom Standort München aus arbeiten. Sie betreuen 33 der 40 DAX-Unternehmen sowie nach Angaben von Docusign 83 Prozent der führenden Unternehmen in Deutschland. Damit ist die Abdeckung bereits überaus zufriedenstellend. »Gute Aussichten noch weitere Kunden hinzuzugewinnen sehen wir vor allem im unteren Mittelstand mit einem Umsatzvolumen von etwa 20 bis 200 Millionen Euro, wo es häufig keine eigene IT-Abteilung gibt«, so Stübane. Hier starten Kunden gerne mit Signaturlösungen, die dann sukzessive zu Vertragsmanagement-Lösungen ausgebaut werden.
IAM bildet zentrale Plattform
Um Vereinbarungen und Verträge zu managen, können Kunden entweder direkt in Docusign arbeiten oder in ihrer gewohnten Anwendungsumgebung, wie in CRM- und ERP-Systemen über direkte Agentic-Integration. Die Strategie von Docusign sieht vor, alle Vertrags- und Vereinbarungsdokumente zentral in der Docusign-Plattform zu verwalten. »Die Anwenderinnen und Anwender können alle Aktionen starten, ohne speziell in unsere »Intelligent Agreement Management (IAM)«-Lösung wechseln zu müssen«, erklärt Stübane, der angibt, dass sich alleine in den letzten eineinhalb Jahren 45.000 Kunden für die IAM-Plattform entschieden haben.
Das Ziel von Docusign lautet, weitere Lösungen für Integrationen zu gewinnen. »Aktuell verzeichnen wir eine verstärkte Nachfrage aus dem HR-Bereich. Sie resultiert aus dem Bürokratieentlastungsgesetz von 2025, das unter anderem gestattet, Arbeitsverträge digital zu unterzeichnen. Mittels der IAM-Plattform lassen sich auch Begleitdokumente integrieren, deren Unterschrift ansonsten noch händisch vorgeschrieben ist. Diese Möglichkeiten nutzt beispielsweise der HR-Softwareanbieter Personio in seiner Plattform.
Anbindung ergänzender Lösungen
Im vergangenen Monat ist Docusign eine Partnerschaft mit Harvey eingegangen, um deren KI-gestützte Plattform für juristische Analysen mit der IAM-Vertrags-KI-Plattform von Docusign zu verbinden. Dadurch können Rechtsteams Harvey auffordern, spezifische Vereinbarungen aus Docusign abzurufen und zu analysieren. Diese lassen sich anhand von Harveys juristischen Datenbanken mit geltendem Recht abgleichen. Ohne manuelle Dokumentenprüfung erhalten Anwenderinnen und Anwender juristische, fach- und vereinbarungsspezifische Antworten, die ohne Medienbrüche integriert werden können. Der Zugriff auf Harvey Knowledge kann direkt über den im April vorgestellten »Docusign Iris-Assistenten« erfolgen.
EUDI-Wallet und digitale Identitäten
Zahlreiche neue Anwendungsfälle, die Docusign bedienen kann, werden sich nach Ansicht Stübanes auch durch das kürzlich in Deutschland verabschiedete Digitale-Identitäten-Gesetz (DIdG) ergeben. Dies beinhaltet die EUDI-Wallet mit der Bürgerinnen und Bürger ihre Identität künftig per Smartphone nachweisen und digitale Dokumente nutzen können. »Dass hier viel Potenzial ist, sieht man bereits bei eID-Anwendungen, die beispielsweise in den Niederlanden und Dänemark weit verbreitet sind. Hier nutzen Menschen die digitale Ausweisfunktion, um beispielsweise den Zugang zu Fitnessclubs und anderen Einrichtungen zu bekommen«, erläutert Stübane.
Mit einer universell einsetzbaren europäischen Wallet seien weitergehende kostensparende Einsatzmöglichkeiten vorstellbar. Ersetzen ließen sich etwa Video-Ident-Verfahren, deren Kosten pro Fall im zweistelligen Euro-Bereich liegen.
Positiver Ausblick
Ob bei Signatur- und Identitätslösungen oder im Vertrags- und Vereinbarungsmanagement – Docusign bedient viele aussichtsreiche Sektoren, die hohes Wachstumspotenzial versprechen. Sich hier nicht nur entwicklungs- und produkttechnisch, sondern auch mit regionalen Support-Strukturen wie im DACH-Raum gut aufzustellen, ist sicherlich lohnenswert.
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