01.03.2021 (pma)
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Bayern hat Digitalisierungslösung für Zensus 2022 ausgewählt

  • Inhalt dieses Artikels
  • Wohnungszählung und Haushaltsstichprobe auf Papier
  • Zusammenspiel von »IBML FUSiON 7400 und »Ephesoft Transact« 
  • Kodak Alaris erstellt Gesamtlösung und übernimmt Service
Der Hochleistungs-Scanner »IBML FUSiON 7400« kann bis zu 485 A4-Blätter pro Minute erfassen (Bild: IBML)Der Hochleistungs-Scanner »IBML FUSiON 7400« kann bis zu 485 A4-Blätter pro Minute erfassen (Bild: IBML)

Kodak Alaris, ibml und Ephesoft haben bei einer Ausschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik den Zuschlag für die Lösung zur Digitalisierung und Erfassung der Papierbelege im Rahmen des Zensus 2022 erhalten. Die drei Kooperationspartner stellen damit für die grundsätzlich alle zehn Jahre durchgeführte Erhebung eine kombinierte Scan- und Erfassungslösung bereit. Sie ist für bis zu drei Millionen Blatt pro Woche ausgelegt, die in Spitzenzeiten erwartet werden. Für den benötigten Zeitraum wird nach einem extra vereinbarten Subscription-Modell abgerechnet.

Durch den Zensus erfassen die statistischen Landesämter neben der Einwohnerzahl stichprobenartig auch Informationen wie Wohnsituation, Bildungsniveau und beruflichen Status. Die Daten der Melderegister übermitteln die Gemeinden bundesweit bereits seit 7. Februar an die Statistischen Ämter der Länder. Der so aktualisierte Referenzdatenbestand mit allen potenziellen Wohnanschriften sowie demografische Angaben zu den dort gemeldeten Personen dient dann unter anderem als Grundlage für die Ziehung der Haushaltsstichprobe und liefert die für die Gebäude- und Wohnungszählung benötigten aktuellen Anschriften der Eigentümern.

Wohnungszählung und Haushaltsstichprobe auf Papier

Mit der Wohnungszählung und der recht umfangreich ausfallenden Haushaltsstichprobe ist eine erhebliche Menge an Papierdokumenten verbunden. Alleine in Bayern rechnet die Behörde in Spitzenzeiten mit wöchentlich bis zu drei Millionen Blatt – was ungefähr 15 Tonnen Papier entspricht. Für deren Verarbeitung benötigen die Ämter eine Scan- und Erfassungslösung mit einer Leistung, die über die sonst erforderliche deutlich hinausgeht. Die Beschaffung dafür erfolgt auf Landesebene. Bayern hat sich als erstes Bundesland für einen Anbieter entschieden.

Der Zensus war ursprünglich für 2021 geplant. Er wurde jedoch durch einen Beschluss des Bundestages aufgrund der Corona-Pandemie auf 2022 verschoben, weil sowohl Beschäftigte von Kommunen als auch der statistischen Ämter häufig für die Unterstützung der Gesundheitsämter eingesetzt sind. Allerdings soll noch im Sommer 2021 eine Vorbefragung durchgeführt werden, die schon mit der jetzt beauftragten Lösung verarbeitet werden soll.

Zusammenspiel von »IBML FUSiON 7400 und »Ephesoft Transact« 

Die gemeinsam von Kodak Alaris, IBML und Ephesoft entwickelte Lösung umfasst den Hochleistungs-Scanner »ibml FUSiON 7400«, die auf »Ephesoft Transact« basierende Erkennungslösung »Synergetics«, Anwendungsentwicklung und Customizing der Gesamtlösung und ein Ablagesystematik zur Speicherung und Web-Recherche der verarbeiteten Zensus-Belege

Die nun vom Land Bayern beauftragten drei »IBML FUSiON 7400« können jeweils bis zu 485 A4-Blätter pro Minute erfassen. Im Anschluss gibt die Maschine die Dokumente nach fachlichen Kriterien in individuell konfigurierten Sortierfächern aus.  

»Synergetics« ist ein OEM-Produkt von IBML und basiert auf der Software »Transact« von Ephesoft. Für die ungewöhnlich hohen Belegmengen im Rahmen des Zensus 2022 wurde die webbasierte Architektur auf eine Multi-Server-Umgebung skaliert.

Kodak Alaris erstellt Gesamtlösung und übernimmt Service

Kodak Alaris erstellt auf Basis von »Synergetics« die spezifische Verarbeitungsanwendung für die Zensus-Belege. Die Anwendung liest die Dokumente aus, validiert sie und stellt die Daten für den Transfer an die Folgesysteme des Bundesamtes für Statistik bereit. Unvollständig oder unleserlich ausgefüllte Formulare leitet sie zur manuellen Bearbeitung weiter. Anwender greifen mittels Webbrowser darauf zu Auf den Endgeräten ist damit keine zusätzliche Software erforderlich.

Das Professional Services Team von Kodak Alaris hat die Konfiguration der Scanjobs sowie der »Zensus-Anwendung« übernommen. Darüber hinaus sorgt das Unternehmen sowohl für Hard- und Software für die Dauer des Einsatzes für den Service, der Wartung und Instandsetzung umfassen. Kodak Alaris bietet zudem die Schulungen für die Mitarbeiter an.

Hochgeschwindigkeits-Produktionsscanner von IBML vertreibt Kodak Alaris bereits seit 2016. Damals hat es den Bereiche Integrated Document Solutions – Capturing Systems Germany (IDS-CSG) von Swiss Post Solutions (SPS) übernommen.


Weitere Informationen unter www.alarisworld.com


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