04.07.2014 (as)
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Dresden erklärt sich zu De-Mail City

  • Inhalt dieses Artikels
  • Seit 1. Juli ist das Rathaus Dresden quasi 24 Stunden geöffnet
  • Sachsen als Vorreiter bei E-Government

De-Mail City Dresden (Bild: ECMguide.de)Nahezu ungebrochene Kritik hagelt es seit der Verabschiedung des De-Mail-Gesetzes 2011 für die vermeintlich sichere Kommunikation per De-Mail. Angeprangert wird vor allem die fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Der kommerzielle Erfolg wird ebenfalls in Frage gestellt. Nun versucht die Deutsche Telekom auf kommunalem Weg De-Mail populärer zu machen.

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Seit 1. Juli ist das Rathaus Dresden quasi 24 Stunden geöffnet

Dresden und die Deutsche Telekom gaben diese Woche den Startschuss für De-Mail City in der Landeshauptstadt Sachsens. Das Pilotprojekt soll Bürgern, Unternehmen und Ämtern eine sichere und verbindliche Kommunikation über De-Mail ermöglichen. Seit 1. Juli bietet die Stadt Gewerbeanmeldung, Steuerbescheid, Wohnberechtigungsschein und E-Petition per De-Mail an. Hierfür stehen die Adressen gewerbeangelegenheiten@dresden.de-mail.de, wohnen@dresden.de-mail.de, petition@dresden.de-mail.de und steueramt@dresden.de-mail.de zur Verfügung. Unabhängig davon können Bürger auch andere Anliegen per stadtverwaltung@dresden.de-mail.de senden. Die Poststelle der Stadt leitet die De-Mail an das zuständige Fachamt weiter, das nach Möglichkeit auch per De-Mail antwortet. Auf diesem Weg versendete Anträge sind ohne qualifizierte Unterschrift gültig. Die Bürger sparen sich Zeit sowie Portokosten und sollen von einer schnelleren Bearbeitung profitieren.

Sachsen als Vorreiter bei E-Government

Auf den Vorgaben des Bundes E-Government-Gesetzes aufbauend hat Sachsen als erstes Bundesland ein landeseigenes E-Government-Gesetz verabschiedet, das neben elektronischem Personalausweis auch De-Mail-Dienste für eine verbindliche Kommunikation vorsieht. Wo heute noch Unterschriften auf Papier nötig sind, will Sachsen als Ergänzung auch durchgängig digitale Kommunikationswege schaffen. Für das Steuer- und Stadtkassenamt Dresden hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bei der Einführung von De-Mail als rechtsverbindliches elektronisches Kommunikationsmittel ihre Hilfe angekündigt.



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