10.09.2020 (pma)
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Iqdoq gehört jetzt zu Total Specific Solutions

  • Inhalt dieses Artikels
  • Iqdoq nicht mehr Teil der Kernstrategie von Materna
  • Iqdoq unter dem Dach von Total Specific Solutions
  • Übernahmestrategie von Total Specific Solutions

Frank Rüttger, Geschäftsführer bei Iqdoq.(Bild: Iqdoq)»Wir werden neue Erkenntnisse gewinnen, da der Erfahrungsaustausch zu den wichtigen Best Practices bei TSS zählt. Wir freuen uns auf diese neue Etappe unserer Reise als unabhängige Geschäftseinheit von TSS«, sagt Frank Rüttger, Geschäftsführer bei Iqdoq.(Bild: Iqdoq)Im Rahmen der Konsolidierung des gruppenweiten Portfolios hat Materna sein Tochterunternehmen IQDoQ mit Wirkung zum 1. September 2020 an das niederländische Unternehmen Total Specific Solutions (TSS) verkauft. Iqdoq ist auf die Gesundheits- und Logistikbranche spezialisiert und bietet dafür drei Geschäftslösungen an. Dazu gehören »IQAkte Personal«, eine HR-Lösung mit digitalisierten Personalakten,  »IQAkte Vertrag«, eine digitale Lösung für das Vertragsmanagement in Unternehmen sowie»HyperDoc«, eine Lösung für Enterprise Information Management, die dokumenten- und datenbasierten Prozesse unterstützt und sich als modulares System mit weiteren Komponenten kombinieren lässt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Bad Vilbel und ein Büro in Hamburg.

Iqdoq nicht mehr Teil der Kernstrategie von Materna

»Das Portfolio von Iqdoq gehört seit einiger Zeit nicht mehr zur Kernstrategie der Unternehmensgruppe, wenngleich Iqdoq in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert«, erklärt Michael Knopp, CFO der Materna-Gruppe. »Wir freuen uns, dass wir in TSS einen neuen Eigentümer gefunden haben, der das volle Potenzial von Iqdoq ausschöpfen wird.« TSS setzt auf Software für vertikale Märkte. Damit bietet es nach Ansicht von Knopp »eine solide Basis für das Unternehmen, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kunden.«

Iqdoq unter dem Dach von Total Specific Solutions

Frank Rüttger, seit 2015 Geschäftsführer von Iqdoq, wird die Geschäfte des DMS-Spezialisten auch unter dem neuen Besitzer leiten, von dem Iqdoq als unabhängige Geschäftseinheit weitergeführt wird. »Die Prinzipien von Iqdoq stimmen sehr gut mit unseren überein und konzentrieren sich auf Qualität und kundenorientierten Dialog«, sagt Jasper Bollen, General Manager bei TSS. »Mit dem Beitritt von Iqdoq decken wir ein breites Spektrum von Branchen in Deutschland ab, was uns eine solide Basis für zukünftige Unternehmen bietet, die zu uns stoßen werden.«

Übernahmestrategie von Total Specific Solutions

Ländern, in denen Total Specific Solutions in den ersten drei Quartalen 2019 Anbieter von Branchensoftware übernommen hat. (Grafik: Total Specific Solutions)Alleine in den ersten drei Quartalen 2019 hat TSS 16 weitere Anbieter von Branchensoftware in Europa übernommen, zehn davon außerhalb der Niederlande, wo TSS zuhause ist, und seine Präsenz damit auf zehn Länder ausgedehnt. (Grafik: Total Specific Solutions)TSS ist der europäische Arm des kanadischen Unternehmens Constellation SoftwareAls dieser besitzt es bereits eine ansehnliche Sammlung zum Teil sehr spezialisierter Anbieter von Branchensoftware. Schwerpunktmäßig wurde bisher in den Niederlanden, Finnland und Schweden investiert. Aber auch in Frankreich und Deutschland hat TSS schon mehrfach zugekauft.

In Deutschland gehören zum Beispiel mit Prohandel ein Anbieter von Software für den Modehandel und mit Wiko ein Anbieter von Software für das Projektmanagement in der Baubranche zum TSS-Portfolio. Erst im Juli 2020 kam zudem mit dem Dortmunder Unternehmen DOBRICK + WAGNER ein Anbieter von Lösungen für die Sozialwirtschaft hinzu. Das insgesamt sehr breite Firmenportfolio von TSS umfasst zum Beispiel auch Branchensoftware für Autohäuser, Spezialsoftware für Gewerkschaften und für Baumschulen.

Nach der Übernahme durch TSS werden Unternehmen Teil der TSS-Unternehmensgruppe. Die bietet ihnen die Finanzkraft und das umfassende Know-how eines großen Unternehmens, gleichzeitig aber auch die Freiheiten und Flexibilität einer dezentralen Führung. Etablierte Marken werden in der Regel beibehalten. Für das gut aufgestellte Iqdoq, das auf über 1.000 Kunden verweisen kann, dürfte das daher auch gelten.