14.01.2020 (as)
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Kyocera kauft mit Optimal Systems weiteres deutsches ECM-Haus

Karsten Renz ist Gründer von Optimal Systems und bleibt auch nach der Übernahme durch Kyocera CEO (Bild: Optimal Systems)Karsten Renz ist Gründer von Optimal Systems und bleibt auch nach der Übernahme durch Kyocera CEO (Bild: Optimal Systems)Mit OPTIMAL SYSTEMS übernimmt KYOCERA ein weiteres deutsches Unternehmen aus dem Bereich Enterprise Content Management (ECM). Neben Herstellern wie SER, DocuWare und ELO Digital Office zählt Optimal Systems zu den namhaften Anbietern, die vor allem in Deutschland und auch in weiteren Ländern eine starke Marktstellung haben. Bislang war Optimal Systems mit Hauptsitz in Berlin inhabergeführt. Laut Unternehmensangaben soll Optimal Systems nach der noch vom Bundeskartellamt zu genehmigenden Übernahme unabhängig bleiben, das vorhandene Softwareportfolio konsequent weiterentwickeln und unverändert in gleicher Struktur mit allen Services weitergeführt werden. Mehr als 450 Mitarbeiter in Deutschland, Serbien, Österreich und der Schweiz betreuen die Installationen und ECM-Lösungen von mehreren tausend Kunden teilweise weltweit.

Optimal Systems strebt stärkere Internationalisierung an

Unter dem Dach von Kyocera will Optimal Systems seine Präsenz ausbauen und teilt dies seinen Kunden folgendermaßen mit: »Optimal Systems hat sich in den letzten fast 30 Jahren in Deutschland sehr gut entwickelt und wird in ausgewählten Marktsegmenten sogar als Marktführer anerkannt. Unsere Kundennähe war dafür vor allem wichtiger Wachstumsgarant.  International sehen wir jedoch noch Potenziale. Dafür ist es attraktiv, eher bestehende Strukturen zu nutzen, als diese selbst aufzubauen. Unsere Ressourcen möchten wir lieber weiter in die Entwicklung unsere Technologien, in unsere Mitarbeiter sowie unsere Kunden und Partner stecken, als in den Aufbau internationaler Organisationen und den Aufbau einer internationalen Marktakzeptanz. Kyocera bietet uns vor allem vertriebliche Synergien für internationales Wachstum.« Karsten Renz, Gründer und CEO von Optimal Systems, der wie das weitere Management im Unternehmen verbleibt, äußert sich dazu mit folgenden Worten: »Wir sind absolut überzeugt, dass wir im Kyocera-Verbund international schneller wachsen, weil wir unser ECM-Knowhow nun zusätzlich an die Kyocera-Kunden herantragen können, um deren Digitalisierungsprozesse maßgeblich zu unterstützen. Wirtschaftliche, kundenorientierte Lösungen zu entwickeln, gehört zum Leitbild beider Unternehmen. Dieser Philosophie folgend ergänzen sich deshalb Optimal Systems und Kyocera perfekt.«

Zur Kyocera-Gruppe zählen weitere ECM-Unternehmen aus Deutschland

Kyocera-Kunden haben aber nicht nur die ECM-Lösung von Optimal Systems im Konzern-Verbund zur Auswahl, sondern auch die von Ceyoniq. Bereits 2015 erwarb Kyocera nämlich den ebenfalls deutschen Hersteller von ECM-Software Ceyoniq, die auch eigenständig  geblieben sind.

Unter dem Konzern-Dach von Kyocera befindet sich mit ALOS seit 2018 auch ein ECM-Systemintegrator, der ursprünglich aus Deutschland stammte und vor der Übernahme zur französischen Spigraph-Gruppe gehörte. Auch Alos agiert eigenständig und bedient sich in Projekten bei unterschiedlichen Hard- und Softwarepartnern. Neben Ceyoniq ist hier auch Docuware ein starker Partner im ECM-Softwareumfeld, die seit letztem Sommer zum japanischen Konzern Ricoh gehören. Ob sich durch die neue Konstellation etwas ändert, bleibt abzuwarten.

Last but not least hat Kyocera mit AKI noch ein weiteres deutsches Unternehmen aus dem ECM-Umfeld in seinem Unternehmens-Portfolio. AKI ist Spezialist für Outputmanagement-Software im SAP und Windows-Umfeld.




Kommentare (1)
15.01.2020 - UKampffmeyer

Unser Kommentar vom 3.1.2020 und eine kritische Würdigung der Zukunft in einem Kommentar: bit.ly/kyocera-os
Interessant dürfte es werden, wenn parallel Ceyoniq, OS und TA mit Docuware auf die gleiche Ausschreibung anbieten. Da Docuware jetzt zu Ricoh gehört dürfte dies sowieso aktuell ein Diskussionspunkt sein. Abgesehen davon dass neben AKI auch noch eine Workflow-Lösung im Kyocera-Portfolio ist.
Irgendwann muss sich Kyocera zu einer durchgängigeren Strategie durchringen.
Ulrich Kampffmeyer


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