Lexmark ist endgültig bei Xerox angekommen

Nach dem rechtlichen Abschluss der Übernahme und der personellen Neuaufstellung beginnt jetzt die Vereinheitlichung des Produktportfolios: Den Anfang machen »Lexmark-typische« A4-Farblaserdrucker und -MFPs im Xerox-Look.

Farb-MFP Xerox C305ae (Bild: Ricoh)

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Xerox hat nach der Lexmark-Übernahme jetzt mit Farblasern und MFPs für kleine Arbeitsgruppen die ersten Geräte im neuen Marken-Design vorgestellt. (Foto: Xerox)

Erste A4-Farblaser unter der neuen Xerox-Marke

Mit der Vorstellung der Farbdrucker und Multifunktionsgeräte Xerox C240/C245, Xerox C255a und Xerox C300/C303a/C305ae geht eine Geschichte zu Ende und fängt eine neue Geschichte an. Zu Ende geht die Geschichte von der Übernahme von Lexmark durch Xerox, die Ende Dezember 2024 begann.

Damals beschenkte sich Xerox für 1,5 Milliarden Dollar sozusagen selbst mit dem Kauf von Lexmark. Ziel war ein umfassenderes Produkt- und MPS-Portfolio sowie eine höhere Marktdurchdringung. Die Übernahme war für eine Transaktion in der Größenordnung rechtlich und finanziell relativ schnell abgeschlossen. Schon Anfang Juli 2025, also lediglich gut sechs Monate später, gehörte Lexmark rechtlich zu Xerox.

Relativ zügige Integration von Xerox und Lexmark

Nochmal gut ein halbes Jahr später war dann auch klar, wie sich das neue Unternehmen personell aufstellt. Zumindest in Deutschland und Mitteleuropa blieb dabei sehr viel von den Lexmark-Strukturen erhalten. Das war auch gut so: Lexmark war hierzulande besonders im Mittelstand viel besser aufgestellt und viel präsenter als Xerox. Dass man das bei einer weltweiten Reorganisation aber auch einsieht und berücksichtigt, ist keineswegs selbstverständlich. Aber damit dürfte Xerox einem seiner Ziele – mehr Marktdurchdringung zu bekommen – zumindest in der DACH-Region näher gekommen sein.

Jetzt, nochmal knapp ein halbes Jahr später, ist auch die Neuordnung der ersten Produktlinien abgeschlossen. Beleg ist die Vorstellung der ersten Druckgeräte im klassischen Lexmark-Segment, dem Segment »kleinerer Arbeitsgruppen«, mit neuem Xerox-Logo – oder wie der Hersteller sagt, »im vereinheitlichten Markenauftritt«.

Neuvorstellungen für »kleinere Arbeitsgruppen«

»Künftig tritt Xerox als ein einheitliches Technologieunternehmen auf, das Kompetenzen in den Bereichen Druck, IT-Infrastruktur und intelligente digitale Services bündelt«, teilt Xerox mit. » Der neue Markenauftritt, zu dem auch ein überarbeitetes Logo gehört, unterstreicht die nächste Phase der Unternehmensentwicklung hin zu einem noch stärkeren und wettbewerbsfähigeren Technologieanbieter.«

»Die Integration von Xerox und Lexmark eröffnet neue Möglichkeiten, die sich unmittelbar in unserem Produktangebot widerspiegeln«, erklärt Jacques-Edouard Gueden, Chief Revenue Officer bei Xerox, anlässlich der aktuellen Produktvorstellung. »Die neue Gerätereihe bietet Kunden im Segment kleiner Arbeitsgruppen zuverlässige und unkomplizierte Drucklösungen auf Basis der gemeinsamen Stärken beider Unternehmen.« Die Definition »kleinere Arbeitsgruppen« ist bei Xerox, wie dann ein Blick auf die Webseite zeigt, bis zu zehn Nutzer.

Die jetzt vorgestellten A4-Modelle Xerox C240/C245, Xerox C255a, Xerox C300, Xerox C303a und Xerox C305ae werden über ein 2,8-Zoll-Farbdisplay bedient und erreichen je nach Modell Druckgeschwindigkeiten zwischen 25 und 30 Seiten pro Minute. Noch etwas uneinheitlich und schwer durchschaubar ist die Namensgebung. C240 und C245, C255a und C303a und C305ae sind Multifunktionsgeräte, C320 und C300 reine Druckgeräte.

Seitenvolumen und Listenpreise

Das empfohlene monatliche Seitenvolumen liegt für den Xerox C240/C245 und den Xerox C255a zwischen 600 und 2.500 Seiten, bei den »3er-Modellen« C300, C303a und C305ae bei 750 bis 5.000 Seiten.

Die Listenpreise reichen von 287,73 Euro (mit ersten Angeboten von B2B-Versendern knapp unter 260 Euro) für den Xerox C240 bis 449 Euro für den Xerox C255a (für den es bereits Angebote ab 395 Euro gibt).

Wer im Internet genau hinschaut sieht allerdings, dass bis zur vollständigen Integration der beiden Unternehmen in allen Bereichen noch etwas Arbeit ist, finden sich doch manche der Neuvorstellungen auf der deutschsprachigen Schweizer Webseite schon unter »Xerox-URL«, während die Xerox-Seiten für Deutschland mit »www.lexmark.com/de« beginnen. Aber das sind Details, von denen man sich nicht verwirren lassen sollte.

Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit

Xerox verspricht eine intuitive Benutzeroberflächen, einfache Inbetriebnahme sowie unkomplizierte Installation und Verwaltung dank der Xerox Easy Assist App und der Xerox Print and Scan Experience App. »Es ist kein IT-Support erforderlich«, betont der Hersteller ausdrücklich.

Neben den gängigen Integrierten Sicherheitsfunktionen zum Schutz der Geräte, von Dokumenten und des Netzwerkzugangs weist Xerox auch auf die integrierte Unterstützung für Post-Quantum-Kryptografie (PQC) hin. Das ist noch Zukunftsmusik, aber Cybersecurity-Experten tüfteln bereits daran, wie sich insbesondere Verschlüsselung aufrechterhalten lässt, wen Quantencomputer breiter nutzbar werde. Hier sieht sich Xerox also früh vorbereitet.

About the Author: Peter Marwan