14.09.2021 (as)
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Oliver Krautscheid steigt bei Easy Software aus

  • Inhalt dieses Artikels
  • Transformiertes Geschäftsmodell
  • Weitere Einflussfaktoren auf die Entwicklung

Nach acht Jahren verlässt Oliver Krautscheid Easy Software (Bild: Easy Software)Nach acht Jahren verlässt Oliver Krautscheid Easy Software (Bild: Easy Software)Ein halbes Jahr nachdem Oliver Krautscheid bei der EASY SOFTWARE AG vom CEO in die Rolle des Finanzvorstands gerutscht war, nimmt dieser nun seinen Hut. Krautscheid verlässt den Hersteller für Enterprise-Content-Management- (ECM-) Software auf eigenen Wunsch offiziell zum 31. Oktober 2021. Insgesamt war er mehr als acht Jahre für das Unternehmen tätig und fungierte dabei mehrfach als eine Art Feuerwehrmann: So wechselte er Anfang 2020 vom Aufsichtsrat in den Vorstandsvorsitz, um Dieter Weißhaar abzulösen, dem Großaktionäre das Vertrauen entzogen hatten. Als CEO wurde Krautscheid dann am 1. März dieses Jahres von Andreas Zipser ersetzt, dessen Einstellung der von den neuen Haupteigentümern Battery Ventures besetzte Aufsichtsrat steuerte. Interimsweise übernimmt nun Zipser Krautscheids Posten als Finanzvorstand bis ein Nachfolger gefunden ist.

Transformiertes Geschäftsmodell

Umsatztechnisch tritt Easy Software aktuell auf der Stelle: Im ersten Halbjahr 2021 belief sich der Umsatz auf 24,1 Millionen Euro, während er im Vergleichszeitraum des Vorjahres 24,3 Millionen Euro betrug. Angesichts der gegenwärtigen Digitalisierung, die ECM-Tools unterstützen, erscheint das zunächst enttäuschend. Jedoch befindet sich Easy wie derzeit viele Softwareunternehmen in einer Umwandlungsphase, die bei der Umsatzgenerierung weg von einmaligen hohen Lizenzverkäufen hin zu regelmäßigen kleineren Software-as-a-Service-Einnahmen gehen soll. So waren die Lizenzumsätze um rund 19 Prozent rückläufig während das Cloud-Geschäft um 162 Prozent beziehungsweise 1,5 Millionen Euro wuchs.

Weitere Einflussfaktoren auf die Entwicklung

Regional entwickelten sich der deutsche und der österreichische Markt positiv. Durch die Auflösung der türkischen Landesgesellschaft und einem schwächeren Geschäft in den USA waren die Umsätze bei den übrigen internationalen Gesellschaften um rund  260.000 Euro rückläufig. Aufgrund der niedrigen Streubesitzrate von 7,37 Prozent veränderte sich der Aktienkurs seit der Mehrheitsübernahme durch Battery Ventures Anfang des Jahres kaum und bewegt sich über 13 Euro.

Juristische Streitigkeiten mit ehemaligen Führungskräften beschäftigen das Unternehmen auch noch etwas. Während man sich mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Weißhaar gerichtlich einigen konnte, sind noch immer nicht alle Verfahren mit dem Weißhaar-Vorgänger Gereon Neuhaus vom Tisch.




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