Studie: Die Deutschen lieben E-Mail wie eh und je

In Deutschland werden in diesem Jahr so viele E-Mails verschickt wie nie zuvor (Grafik/Quelle: web.de/GMX)

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In Deutschland werden in diesem Jahr so viele E-Mails verschickt wie nie zuvor (Grafik/Quelle: web.de/GMX)

Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Kommunikation per E-Mail boomt in Deutschland. Allerdings nimmt dabei die Bedeutung des klassischen PCs als E-Mail-Maschine ab. Denn immer mehr Menschen nutzen beispielsweise ihr Smartphone, um die elektronische Post zu lesen und zu beantworten. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Convios Consulting im Auftrag von GMX und web.de.

Gegenüber 2014 wächst das echte, also um Spam bereinigte Mail-Aufkommen demnach um mehr als sechs Prozent auf insgesamt 537,1 Milliarden. Befeuert wird der Boom von der stark zunehmenden mobilen Nutzung. Denn wenn sie nicht gerade telefonieren, nutzen die Deutschen ihr Smartphone am liebsten zum Lesen und Schreiben von E-Mails.

E-Mails werden zunehmend auch unterwegs abgerufen

Wie die Studie weiterhin ergab, rufen fast 30 Prozent der Befragten auch unterwegs regelmäßig ihre E-Mails ab. Weitere 36 Prozent tun dies zumindest gelegentlich. Zum Vergleich: Nur 23 Prozent sind regelmäßig über eingehende Nachrichten in sozialen Netzwerken informiert, gerade einmal 17 Prozent kommunizieren regelmäßig via Instant-Messenger.

Seit 2012 hat sich der Anteil der Bundesbürger, die ihre E-Mails regelmäßig auch auf dem Handy abrufen, von 12,6 auf jetzt 29,4 Prozent mehr als verdoppelt. »Wir haben unter unseren 34 Millionen Kunden inzwischen bereits über 14 Millionen aktive Nutzer auf mobilen Endgeräten«, berichtet Jan Oetjen, Geschäftsführer der E-Mail-Anbieter web.de und GMX.

Trend zu E-Mail-Apps auf Smartphones

Getrieben wird der Trend vor allem von Männern. 40 Prozent nehmen mehrmals täglich das Smartphone in die Hand, um nach neuen E-Mails zu schauen (Frauen 32 Prozent). Bei den Altersgruppen zeigen die 20- bis 29-Jährigen die höchste Nutzungsintensität: 47 Prozent rufen ihre E-Mails mehrmals täglich ab.

Waren es früher die standardmäßig auf dem Smartphone vorhandene Mail-Funktion oder der mobile Webbrowser, über die sich Nutzer bevorzugt in ihr Postfach einloggten, werden dazu heute immer häufiger von den Mail-Providern entwickelte Apps verwendet. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der App-Nutzer der Studie zufolge auf 38 Prozent – ein Plus von sieben Prozent gegenüber 2013.

Deutsche E-Mail-Provider werden klar bevorzugt

Die in der Initiative »E-Mail made in Germany« organisierten Dienste GMX, web.de, T-Online, freenet und 1&1 kommen laut Erhebung von Convios Consulting auf einen Marktanteil von 72,5 Prozent. Demgegenüber haben nur 19 Prozent der Deutschen ihr am meisten genutztes E-Mail-Postfach bei einem der US-Anbieter AOL, Google (Gmail), Microsoft (Outlook), Yahoo oder Apple (iCloud). Der Wechsel von US- zu deutschen E-Mail-Anbietern ist also anscheinend nach wie vor im Gange.

Die Branchengrößen GMX und web.de transportieren demnach eigenen Angaben zufolge jeden Monat über acht Milliarden E-Mails. Pro Sekunde werden von den Servern in den deutschen Hochleistungsrechenzentren der beiden Provider damit rund 3.000 Nachrichten verarbeitet.

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About the Author: Engelbert Hörmannsdorfer