12.05.2020 (as)
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Adobe kooperiert mit Bundesdruckerei bei elektronischer Signatur

  • Inhalt dieses Artikels
  • Zwei Faktor-Authentifizierung mittels TAN-Verfahren
  • Integration basiert auf Arbeit des Cloud Signature Consortiums

Im Zuge einer Kooperation integriert Adobe die Fernsignatur-Lösung »sign-me« der Bundesdruckerei in den Cloud-Service »Adobe Sign«. Sign-me ermöglicht eine qualifizierte elektronische Signatur (QES), die die gleiche Rechtswirkung wie eine handschriftliche Unterschrift hat und nach einfachen, und fortgeschrittenen elektronischen Signaturen das höchste Signaturniveau in der digitalen Welt darstellt. Die QES muss über einen Vertrauensdiensteanbieter (VDA) wie D-TRUST – ein Tochterunternehmen der Bundesdruckerei - abgewickelt werden und erfordert eine einmalige Identifizierung mittels Ausweis.

D-Trust ist der erste deutsche VDA, der bei Adobe angebunden wurde, und Adobe Sign-Kunden nun einen lokalen VDA zur Auswahl stellt. In Europa gibt es bereits eine Reihe von Partnerschaften mit VDAs, die Adobe Sign-Anwendern schon vorher die Wahl zwischen einfachen, fortgeschrittenen und qualifizierten Signaturen ermöglichten.

Zwei Faktor-Authentifizierung mittels TAN-Verfahren

Die Fernsignatur-Lösung sign-me ist nun in Adobe Sign integriert (Bild: Bundesdruckerei)Die Fernsignatur-Lösung sign-me ist nun in Adobe Sign integriert (Bild: Bundesdruckerei)

»Durch die Integration von Sign-me in Adobe Sign erweitern wir den Nutzerkreis für die digitale Signatur und dies speziell für Anwendungen, die eine rechtsverbindliche Unterschrift benötigen. Die digitale Signatur senkt Kosten und macht Geschäftsprozesse effizienter sowie Kunden zufriedener«, sagt Dr. Kim Nguyen, Geschäftsführer von D-Trust. Technisch funktioniert der Signaturprozess folgendermaßen: In Adobe Sign lassen sich die Dokumente zunächst hochladen und mit Signaturfeldern versehen. Unterstützt werden neben PDF- auch Word-Dateien sowie gängige Grafik-Formate. Das Auslösen der Signatur erfolgt über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dazu muss der Nutzer eine TAN eingeben, die ihm per SMS auf sein Mobiltelefon geschickt wird. Liegt das unterschriebene Dokument im PDF-Format vor, kann der Empfänger die elektronische Unterschrift mit dem Adobe Acrobat Reader DC prüfen. Für die Gültigkeitsprüfung greift die Software auf die EU-Liste der vertrauenswürdigen Diensteanbieter zurück.

Integration basiert auf Arbeit des Cloud Signature Consortiums

Grundlage für die Integration der Fernsignaturlösung in den Adobe Cloud-Service ist ein offener Standard, der vom Cloud Signature Consortium (CSC) entwickelt wurde. John Jolliffe, Senior Manager, Strategic Development, für Adobe Document Cloud meint hierzu: »Als Gründungsmitglied des Cloud Signature Consortium (CSC) freut sich Adobe, dass die Bundesdruckerei unsere Vision eines offenen Standards für E-Signaturen in der Cloud teilt, der den Anforderungen jedes Signatur-Workflows gerecht wird – von der einfachsten Standardsignatur bis hin zur qualifizierten digitalen Signatur.«

Das von Adobe gegründete Konsortium ist eine internationale Gruppe von Cloud-Signaturanbietern, Trust Service Providern und akademischen Organisationen, die gemeinsam den breiten Einsatz qualifizierter elektronischer Signaturen fördern wollen. Dafür hat das CSC einen offenen Standard entwickelt, der das Zusammenspiel von Signaturlösungen wie Adobe Sign mit eIDAS-konformen Signaturdiensten der Trust Service Provider fördert.



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