Published On: 12. März 2026Von

Amagno führt agentische KI ein

Amagno ergänzt das KI-gestützte Conversational DMS mit Agentic DMS: Ohne Programmierung oder Scripting können KI-Agenten von Automate eigenständig komplexe Aufgaben erledigen. International ist Amagno bei agentischer KI vorne dabei.

Bisherige manuelle Arbeitsschritte kann Amagno.AI Automate digitalisieren (Bild: Amagno)

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Bisherige manuelle Arbeitsschritte kann Amagno.AI Automate digitalisieren (Bild: Amagno)

Auf Conversational AI folgt Agentic AI

In agentischer KI sehen Marktexperten den nächsten Evolutionsschritt bei Enterprise-Content- und  Informationsmanagement-Systemen. Das bedeutet, dass sich Nutzerinnen und Nutzer nicht nur mit dem Content-Management-System in natürlicher Sprache unterhalten können, sondern sie auch durch Agentic AI Aufgaben ohne Zutun erledigt bekommen.

Amagno setzt diesen Schritt mit seiner neuen Version 8 des Dokumentenmanagement Systems (DMS) »Amagno« und der Einführung von »Amagno.AI Automate«. Amagno.AI Automate ist neben Chat und Autopilot die dritte Säule der KI-Features von Amagno. Es basiert auf GPT 4.1 als isolierte Instanz, so dass kein Internetzugriff erfolgen kann und hohe Sicherheit gewährleistet ist. Die Amagno.AI-Nutzung wird über KI-Token abgerechnet, die der Kunde als Abo oder einmalig kaufen kann.

Manuelle Arbeitsschritte entfallen

Automate ist direkt in die bestehende Arbeitsumgebung und die gewohnte Oberfläche von Amagno eingebettet. Laut Amagno delegieren Mitarbeitende so Aufgaben an das Agentic DMS so einfach wie an einen Kollegen – in natürlicher Sprache.

Ob Datenextraktionen aus Freitexten oder komplexe Berechnungen: Wo bisher – selbst in modernen DMS – noch manuelle Klicks und menschlicher Datenabgleich nötig waren, verspricht Automate sofort fertige Ergebnisse zu liefern. Die agentische Dokumentverarbeitung erkennt eigenständig Bedarfe und führt Folgeschritte aus. So errechnet Automate in Unternehmen beispielsweise selbstständig Datumswerte und Fristen, prüft die sachliche und rechnerische Richtigkeit, vergleicht Dokumente oder weist bei Budgetüberschreitungen Verantwortliche zu: alles repetitive Tätigkeiten, die zuvor die Mitarbeitenden ausführen mussten.

Spracheingabe statt Programmierung

Durch den Verzicht auf Programmierung oder Scripting können Fachabteilungen ihre Prozesse selbst automatisieren und sich auf die Validierung der Ergebnisse konzentrieren. Ein einfacher Prompt wie »Berechne den Skontobetrag und prüfe die Umsatzsteuer-ID« genügt, um dem KI-Agenten seine Funktion dauerhaft zuzuteilen. Die Agentisierung des Dokumentenmanagements erfolgt unter strikter Einhaltung europäischer Datenschutzstandards in der Amagno Business Cloud in Deutschland.

»Das Potenzial der agentischen Workflows hat jetzt schon eine Migrationswelle von On-Premise-Systemen in die Amagno Cloud ausgelöst«, berichtet Jens Büscher, CEO von Amagno. Denn nur mit der Cloud-Variante können Kunden von den KI-Funktionen Gebrauch machen. Allerdings sind Kunden auch in der Cloud nicht verpflichtet, die KI-Funktionen zu nutzen, wie Büscher erklärt: »Die Updates funktionieren immer – unabhängig von Amagno.AI – wenngleich diese tief aber optional in den Client für das wichtige Benutzererlebnis integriert ist.«

Migrationstool für Wechsel zwischen Cloud und On-Prem

Zudem verrät Büscher, dass Amagno derzeit ein Migrationstool entwickelt, falls sich Firmen von der Cloud wieder souveräner aufstellen wollen und zu On-Prem wechseln möchten. Dieser Wechsel soll mit dem Migrationstool sogar flexibel in beide Richtungen je nach Situation möglich sein. »Mit dem benutzerfreundlichen und sicheren Agentic DMS Automate gelingt unseren Kunden ein Effizienzsprung in der Informationsverarbeitung. So bleiben sie trotz Fachkräftemangel und Marktdruck hochperformant«, meint Büscher.

Mit ausgewählten Kunden hat Amagno die Automate-Funktion in der Beta-Version fast ein halbes Jahr getestet. Zu den ersten Nutzern von Amagno.AI zählt Sicherheitsdienste Schmidt & Sohn GmbH. »Dank Amagno.AI haben wir den Sprung zur intelligenten Prozesssteuerung geschafft«, so Anja Bermudo Roldán, Geschäftsführende Gesellschafterin, Sicherheitsdienste Schmidt & Sohn GmbH. »Die Möglichkeit, komplexe Workflows individuell zu gestalten und von der Rechnungsprüfung bis zur Auftragsabwicklung auf KI-Unterstützung zu setzen, macht uns als Sicherheitsdienstleister zukunftssicher und effizient. Wir freuen uns darauf, diese Technologie künftig auch in der Personalbeschaffung einzusetzen.«

Internationale Einordnung von Amagno.AI Automate

Agentische KI betreffend, befindet sich Amagno mit der Einführung von Amagno.AI Automate auf Augenhöhe mit internationalen Anbietern. So hat Hyland die Erstellung von AI-Agents über Natural Language Prompts und Agentic Document Processing als Weiterentwicklung von Information Document Processing angekündigt. OpenText bezeichnet seine KI-Agenten als »Digital Workers«. Auch Box und Newgen beschreiben schon Möglichkeiten für autonome Workflow-generierende AI-Agents.

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About the Author: Annette Stadler

Annette Stadler ist IT-Journalistin und leitet das Online-Portal ECMGUIDE.
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