28.06.2021 (as)
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Effiziente Gerichtskommunikation von inovoo und Governikus

  • Inhalt dieses Artikels
  • E-Mail-Service für beBPo-Nachrichten
  • inovoo ergänzt KI und automatisierte Zuordnung

Sicherer elektronischer Austausch zwischen Justiz und Behörden (Bild: inovoo)Sicherer elektronischer Austausch zwischen Justiz und Behörden (Bild: inovoo)Nachdem bereits seit 2018 Behörden für den Empfang über einen sicheren elektronischen Übermittlungsweg gegen ein elektronisches Empfangsbekenntnis verpflichtet sind, greift nun die nächste Stufe: Spätestens zum 1. Januar 2022 - je nach Bundesland gegebenenfalls auch früher - besteht für Behörden die Verpflichtung, den sicheren Übermittlungsweg auch für die Zustellung an die Justiz zu nutzen. Als sichere Übermittlungswege gelten vorwiegend die sogenannten »besonderen Postfächer« gemäß Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs; im Falle der Behörden ist dies das besondere elektronische Behördenpostfach »beBPo«. Zu Behörden im Sinne des Gesetzes zählen neben den Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden auch Körperschaften und Anstalten öffentlichen Rechts sowie Organisationen, bei denen von einer erhöhten Zuverlässigkeit ausgegangen werden kann. Somit gilt diese Verpflichtung beispielsweise auch für gesetzliche Krankenkassen, kassenärztliche Vereinigungen, die meisten Sparkassen sowie Berufsgenossenschaften.

E-Mail-Service für beBPo-Nachrichten

Um die Einführung eines beBPo einfach und effizient zu gestalten, bietet Governikus für die Kommunikation zwischen Behörden und Justiz »beBPo as a Service« an. Dieser steuert die Kommunikation von und mit der Justiz zentral, übernimmt sämtliche technisch-juristischen Prüfungen und überführt beBPo-Nachrichten in die vorhandene E-Mail-Infrastruktur. Das Originalformat bleibt dabei für eine entsprechende Aufbewahrung erhalten. Das elektronische Empfangsbekenntnis (XML) kann mit einem komfortablen Client angezeigt, bestätigt und per Drag and Drop via Mail an die Justiz zurückgesandt werden. »beBPo as a Service« basiert auf der Anwendung »Governikus MultiMessenger (GMM)« des IT-Planungsrates, das ein politisches Steuerungsgremium von Bund und Ländern in Deutschland darstellt, welches die Zusammenarbeit im Bereich der Informationstechnik koordiniert.

inovoo ergänzt KI und automatisierte Zuordnung

Die Kommunikationsplattform »NOVO CxP @beBPo« von inovoo ergänzt die Governikus-Lösungen um eine KI-basierte Inhaltsanalyse sowie um die automatisierte Zuordnung zu den verschiedenen Empfängerinnen und Empfängern beziehungsweise Empfängergruppen innerhalb der Behörden. Dies ist insofern elementar, da das Gesetz pro Behörde beziehungsweise Organisation unabhängig von der Fachlichkeit lediglich ein beBPo vorsieht. Zum Einsatz kommt die künstliche Intelligenz (KI) bei der Analyse sämtlicher Bestandteile der Nachrichten. Eindeutige Begrifflichkeiten, Aktenzeichen oder andere zuordnebare Schlüsselwerte oder -daten werden definiert und die Lernfähigkeit der KI dabei genutzt. Nach Abschluss der Analyse werden die Nachrichten automatisch an das einzelne Postfach übergeben. Eine manuelle Verteilung entfällt dabei und sorgt für schlanke und schnelle Kommunikationsprozesse.

Inovoo und Governikus arbeiten bereits seit längerem an gemeinsamen Kommunikationslösungen für die öffentliche Verwaltung und Justiz. Hierfür intensivierten sie im März 2020 eine bestehende Partnerschaft.




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