11.11.2020 (as)
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Kendox stellt DMS auf Microservice-Architektur um

  • Inhalt dieses Artikels
  • Infoshare öffnet sich
  • Geräteunabhängiger Einsatz
  • Mehrsprachiger und integrativer Web Client
  • Verschiedene Authentifizierungen möglich
  • Mobiler Web Client ersetzt bisherige Clients

Werner Haltner ist Mitgründer und CTO von Kendox (Bild: Kendox)Werner Haltner ist Mitgründer und CTO von Kendox (Bild: Kendox)Das Dokumentenmanagement-System (DMS) »Kendox InfoShare« basiert in Version 5.0 durchgängig auf Microservices. Während sich die Vorgängerversion nur auf einem Server betreiben ließ, erlaubt die neue Architektur, einzelne Dienste auf verschiedene Server zu verteilen und dort zu betreiben. Im Zusammenspiel mit entsprechenden Load-Balancing-Konfigurationen lässt sich das Gesamtsystem de-facto unbegrenzt horizontal skalieren, so dass die Systemperformance auch unter sehr hoher Last sichergestellt ist. Durch die mehrfache Implementierung zentraler Services erhöht sich die Ausfallsicherheit des Systems zusätzlich. Bei einem etwaigen Ausfall eines Servers werden die betroffenen Services automatisch von anderen Servern bereitgestellt, so dass die Verfügbarkeit der Lösung weiterhin gewährleistet bleibt.

Infoshare öffnet sich

Neben der Microservice-Architektur wurde mit »Version Kendox InfoShare 5.0« auch die Architektur der Schnittstellen überarbeitet. Anwenderunternehmen und Technologiepartnern stehen nun rund 300 API-Schnittstellen kostenfrei als REST API zur Verfügung, mit denen sie Kendox Infoshare in eigene Anwendungen und Lösungen integrieren können. Die REST API bildet auch die Grundlage für Plattform-Unabhängigkeit. Unternehmen können nun Anwendungen erstellen, die sich unabhängig vom zugrundeliegenden Betriebssystem in Kendox Infoshare integrieren lassen.

Geräteunabhängiger Einsatz

»Einer der zentralen Antriebsfaktoren bei der Produktentwicklung war die Leitidee »one software, any device« – also eine Software, die auf allen Geräten eingesetzt werden kann, auch auf einem Smartphone«, erläutert Werner Haltner, Chief Technical Officer von Kendox, der diese Anforderung nun konsequent umgesetzt sieht. Folglich wurde auch der neue »Mobile Web Client« durchgängig basierend auf REST-API entwickelt. Er ist vollständig als HTML5-Anwendung implementiert, präsentiert sich im Responsive Design und erlaubt damit eine plattformübergreifende Verwendung auf jedem Web-fähigen Endgerät (auf iOS, Android, Mac, etc.) sowie auf herkömmlichen Windows-Arbeitsplätzen. Anwenderunternehmen können somit ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern einen sicheren, mobilen Zugriff auf geschäftsrelevante Dokumente bereitstellen sowie gleichzeitig die rechtskonforme Ablage aller Belege gewährleisten.

Mehrsprachiger und integrativer Web Client

Der mobile Web Client ist in neun Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch, Japanisch und Mandarin. Weitere Sprachen sind in Vorbereitung und können laut Kendox bei Bedarf kurzfristig bereitgestellt werden.

Neuerungen bietet der Web Client auch auf funktionaler Ebene. Über eine Drag-und-Drop- Bedienung können beliebige Dokumente sowie E-Mails und deren Attachments über den Browser vom lokalen System in Kendox Infoshare übertragen werden. Mit Hilfe des »InfoShare Local Access« ermöglicht Kendox zudem eine Integration des Web Clients in Windows-Anwendungen wie »Microsoft Outlook« und »Microsoft Office«. Damit können Dokumente aus Kendox Infoshare in der lokal installierten Anwendung geöffnet, bearbeitet und automatisch aus- beziehungsweise wieder eingebucht werden.

Verschiedene Authentifizierungen möglich

Zusätzlich bedient der Mobile Web Client erweiterte Authentifizierungsverfahren. Neben der bereits in der vorherigen Version verfügbaren Single-Sign-On-Anmeldung via »Microsoft Active Directory« unterstützt Kendox nun auch die Autorisierungsstandards »OAuth 2« beziehungsweise »OpenID Connect«. Damit lassen sich Single-Sign-On-Verfahren realisieren, die beispielsweise auf »Microsoft Azure AD« und »Okta« basieren.

Zu den neuen Funktionen im Mobile Web Client gehören laut Kendox auch die vollständige Umsetzung der Anforderungen an Gesetzeskonformität gemäß GoBD und der Schweizer Geschäftsbücherverordnung GeBüV sowie ein anonymisiertes Statistikmodul für regelmäßige Auswertungen. Ebenfalls ausgebaut wurden die Möglichkeiten der Eingangsrechnungsverarbeitung, indem Standards wie ZUGFeRD, XRechnung sowie auch die in Italien üblichen E-Invoice XML-Rechnungen nun unterstützt werden.

Mobiler Web Client ersetzt bisherige Clients

Bisherige Client-Anwendungen von Kendox InfoShare werden mit dem neuen Mobile Web Client vollständig abgelöst. Dies betrifft den klassischen »Kendox InfoShare Client« (Windows Anwendung) sowie den »Kendox InfoShare RIA Web Client« (eine auf Microsoft Silverlight basierende Web-Anwendung).

Kendox Infoshare Version 5.0 steht bereits für ausgewählte Beta-Kunden zur Verfügung, der offizielle Marktstart ist für Anfang 2021 vorgesehen. Kunden, die Kendox Infoshare in der Version 4 einsetzen, werden sowohl von Kendox als auch von den Kendox-Vertriebs- und -Servicepartnern bei der Umstellung unterstützt. Generell sind der Support und die Wartung für Kendox Infoshare Version 4 noch bis mindestens Ende 2023 sichergestellt.