Lob dominiert, Defizite diskutiert: Bayerischer Digitalgipfel
In München versammelten sich zum Bayerischen Digitalgipfel 2025 führende Köpfe der Digitalbranche. Gemeinsam nahmen sie den digitalen Fortschritt Bayerns unter die Lupe – und die Hürden, die noch im Weg stehen.
Besinnung auf eigene Stärken
Der Bayerische Staatsminister für Digitales Dr. Fabian Mehring lud vergangenen Donnerstagabend zum Bayerischen Digitalgipfel 2025 in die Münchener Residenz. Die Gäste kamen aus der Digitalindustrie, Politik und Verwaltung. In seiner Keynote warnte Mehring unter andere vor der »Selbstverzwergung«, die Menschen hierzulande häufig praktizieren. Gleichzeitig appellierte er an die »Wirtschaftswundermentalität«, um die Wirtschaft – vor allem die Digitalwirtschaft – in der weltweiten Spitze zu etablieren.
Zu den Highlights der Veranstaltung zählten zwei Panel-Diskussionen, von denen die eine politisch und die andere wirtschaftlich geprägt war. Mehring sprach mit Prof. Dr. Luise Hölscher, Staatssekretärin im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung und Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, über die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.
Industrievertreter reden über den Standort Bayern
Die zweite Gesprächsrunde bildeten Alexander Britz, Mitglied der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland GmbH, Dr. Marianne Janik, Vice President EMEA North für Google Cloud, Nikolaus Hagl, Head of Sovereign Cloud Germany SAP SE, und Dr. Mirjam Storim, Head of Strategy & Technology Relations at Foundational Technologies bei der Siemens AG. Sie sprachen über die Vorteile von Bayern und München als Wirtschaftsstandort und lobten dabei vor allem den »Pragmatismus« und die Gesprächsoffenheit der bayerischen Politiker. Kritisiert wurden dagegen die hohen regulatorischen Anforderungen, die sich durch die unterschiedlichen nationalen -in Deutschland sogar Bundesländer-spezifischen – Auslegungen von EU-Vorgaben noch weiter verkomplizieren.
Bevor der Staatsempfang im Anschluss stattfand vergab Mehring den Preis »B.digital« an das junge Start-up Kidgonet der Geschwister Moritz und Jannis Hutzler. Das von Manuel Neuer unterstützte Unternehmen will Kinder sicheren Online-Umgang bescheren und hat in diesem Zusammenhang bereits eine App entwickelt.
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