Published On: 28. Oktober 2026Von

Ninox verbindet Low Code mit KI

Ninox integriert KI nativ in seine Low-Code-Plattform und spricht von einer neuen Generation. Anders als beim Vibe Coding bleibt die Anwendung transparent. Berechtigungen, Backups und Betrieb lassen sich direkt über die Plattform verwalten.

Frank Böhmer, CEO von ninox (Bild: ninox)

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Frank Böhmer hat das Softwareunternehmen ninox 2013 in Berlin gegründet (Bild: ninox)

Native KI-Integration

Das deutsche Softwareunternehmen ninox präsentiert die nächste Generation seiner gleichnamigen Low-Code-Plattform, die laut Herstellerangaben eine völlig neue Architektur aufweist: KI ist von Grund auf eingebettet und soll gleichzeitig nachvollziehbar sein. Ninox liefert einen funktionierenden Startpunkt mit Tabellen, Feldern und Logik, direkt nachdem der Anwendungsfall in natürlicher Sprache beschrieben wurde.

Die Struktur und Logik der gebauten Anwendungen sind für Nutzende sichtbar, statt in einer Black Box aus automatisch generiertem Code zu verschwinden. Anders als bei Vibe-Coding-Anwendungen soll sich jede Entwicklung nachvollziehen, anpassen und per Scripting erweitern lassen. Berechtigungen, Backups und Betrieb übernimmt die Plattform, damit Anwendungen langfristig sicher und wartbar bleiben.

Warum gerade diese Aufgaben von Bedeutung sind, erläutert Frank Böhmer, Ninox Gründer und CEO: »Für Unternehmen ist das Erstellen einer Anwendung erst der Anfang. Was folgt ist die Frage, wie sich mit KI und Low-Code erstellte Anwendungen sicher, zuverlässig und im Einklang mit den Governance- und Compliance-Anforderungen des Unternehmens betreiben lassen.«

Grundmotiv besteht weiter

Mit der nächsten Ninox-Generation stellt das Berliner Unternehmen eine technisch neue Ausrichtung des Systems mit der bisherigen Grundidee vor. Diese lautet: Weil kein Unternehmen wie das andere arbeitet, passt auch keine Standardsoftware wirklich. Mit Ninox bauen Mitarbeitende selbstständig Anwendungen, die sich an den tatsächlichen Abläufen ihres Unternehmens orientieren, ohne auf IT-Abteilung oder externe Entwickler warten zu müssen. Gleichzeitig verfügen Unternehmen über eine kontrollierte Plattform, auf der sich diese Anwendungen langfristig verwalten, pflegen und betreiben lassen. Weitere Anwendungen sind ebenfalls integrierbar.

Neu ist, dass KI von Anfang an Teil der Plattform ist: Beim Einstieg per Texteingabe, beim Erstellen durch einen KI-Assistenten und auch für Endnutzer in der fertigen Anwendung. Administratoren entscheiden dabei, ob die KI auf Datensätze zugreifen darf. Zusätzlich sind E-Mail, Kalender und Dokumentenverwaltung direkt im selben System integriert wie die Geschäftsdaten.

»Mit dieser Neuausrichtung haben wir nicht einfach nachgerüstet, sondern neu gedacht: Wer eine Anwendung beschreiben kann, kann sie jetzt auch bauen. KI nicht als Add-on, sondern von Anfang an als Teil der Architektur, das war für uns der entscheidende Schritt«, so Böhmer.

Ausrichtung des Herstellers

Ninox richtet sich an mittelständische Unternehmen, speziell in Fertigung, professionellen Dienstleistungen, Gesundheits- und Bauwesen. Die Realität dort:  Standardsoftware passt oft nicht zu den eigenen Abläufen und viele Prozesse laufen noch über Tabellen und Workarounds. Gleichzeitig müssen Unternehmen wachsende Anforderungen an Datenschutz, Zugriffsverwaltung und Governance erfüllen. Hier will Ninox ansetzen und KI sowie Low-Code mit Kontrollmechanismen verbinden.

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About the Author: Annette Stadler

Annette Stadler ist IT-Journalistin und leitet das Online-Portal ECMGUIDE.
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