07.08.2019 (as)
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Twenty2x Pläne sorgen für Lob und Tadel

  • Inhalt dieses Artikels
  • Mittelstand benötigte eine Digitalmesse
  • Mit etwas Skepsis war zu rechnen

Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe stellt Konzept der Twenty2x in Hannover vor (Bild: Deutsche Messe)Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe stellt Konzept der Twenty2x in Hannover vor (Bild: Deutsche Messe)Das auf ECMguide.de veröffentlichte Stimmungsbild in der ECM-Branche zur TWENTY2X stößt auf großes Interesse und hat auch auf Twitter zu einem recht lebhaften Austausch geführt. ECMguide.de befragte einige Firmenverantwortliche von ECM-Hard- und Softwareherstellern nach ihrer Meinung zur in Hannover geplanten Digitalmesse. In der Vergangenheit waren die Befragten wie Karl Heinz Mosbach, Geschäftsführer von ELO Digital Office und Peter Schnautz, Geschäftsführer von InoTec starke Befürworter und Unterstützer der Cebit als sie noch einen starken Business-Charakter hatte.

Mittelstand benötigte eine Digitalmesse

»Leider hat man uns mit dem Ende der Cebit unsere wichtigste Messe genommen. Tatsache ist, dass wir im deutschsprachigen Raum gerade für den Mittelstand eine starke Messe zum Thema Digitalisierung benötigen. Aber auch eine internationale Ausrichtung wäre sehr wünschenswert«, erklärt beispielsweise Schnautz. Jens Büscher, Geschäftsführer von AMAGNO konnte sogar noch dem stark veränderten Cebit-Konzept 2018 etwas abgewinnen und spricht von »mutigen Entscheidungen der Cebit 2018«, jedoch ist er noch »sehr gespalten«, was die Betrachtung der Twenty2x betrifft. Zum einen gebe es zahlreiche neue Formate wie die »Digital Office« in Berlin, zum anderen stören ihn die ambitionierten Standpreise der Twenty2x, die fehlende Kontaktaufnahme seitens des Veranstalters und das geringe Bemühen um potenzielle Besucher.

Mit etwas Skepsis war zu rechnen

Generell ist nun der Grundtenor gegenüber einer neuen Digitalmesse in Hannover verhalten positiv. So mancher wie IT-Journalist Peter Marwan, der unter anderem für ECMguide.de tätig ist, hätte »eigentlich (noch) mehr Skepsis erwartet«. Und wie schon bei Büscher zu lesen, mangelt es auch sonst nicht an Kritik, was das Vorgehen des Veranstalters angeht. So meint beispielsweise Mosbach: »Prinzipiell ist es zu begrüßen, dass sich die Hannover Messe wieder auf das B2B-Geschäft besinnt – schließlich ist die digitale Transformation doch für alle Unternehmen das Thema der Zukunft. Umso mehr verwundert es aber, dass die neue Veranstaltung so Hals über Kopf geschaffen erscheint. Aus meiner Sicht hätte man einem solchen Vorhaben wesentlich mehr Vorlauf einräumen müssen. Insbesondere, um auch inhaltlich eine gute Gesamtkonzeption mit den Ausstellern und Teilnehmern zu erarbeiten.«

Als nicht besonders gelungen bewerten einige Firmenvertreter auch die Namenswahl Twenty2x, die Mosbach beispielsweise eher mit einer Jugendveranstaltung als einer Digitalmesse für den Mittelstand assoziiert.

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