Brother erweitert Business-Inkjet-Portfolio um kompakte A4-Serie
Mit der Serie »Business Smart X« – bestehend aus einem Drucker und zwei MFPs – will Brother die Domäne klassischer A3-Geräte angreifen. Außerdem erweitert der Hersteller seine Bemühungen zur Wiederaufbereitung auf Trommeleinheiten.
Brother baut sein Angebot an Business-Tintenstrahldruckern weiter aus. Erst kürzlich brachte der Hersteller die für KMU gedachten Multifunktionsgeräte MFC-J5110DW und MFC-J5010DW auf den Markt. Sie führten die eigenentwickelte Piezo-Technik »MAXIDRIVE«, die Brother 2022 bei A3-Geräten vorgestellt hat, erstmals in A4-MFPs.
Jetzt kommen mit der Serie »Business Smart X« drei weitere Maxidrive-Geräte auf den Markt. Die kompakten A4-Geräte zeichnen sich durch automatische Wartungsfunktionen, Duplex-Scanner und Patronen für bis zu 12.000 Seiten aus. Sie lassen sich zudem in Managed-Print-Umgebungen einbinden. Zielgruppe sind Unternehmen, die Funktionen klassischer Business-Multifunktionssysteme benötigen, dafür aber keine großen A3-Geräte aufstellen wollen.

Der HL-J5113DW ist als reiner A4-Business-Drucker ausgelegt und besitzt zwei Papierkassetten. (Foto: Brother)
Zum Start besteht die Baureihe aus dem Drucker »HL-J5113DW« sowie den beiden Multifunktionsgeräten »MFC-J5115DW« und »MFC-J5117DW«. Der HL-J5113DW ist als reiner A4-Business-Drucker ausgelegt und besitzt zwei Papierkassetten. Beim MFC-J5115DW handelt es sich um ein 4-in-1-Multifunktionsgerät mit Druck-, Scan-, Kopier- und Faxfunktion. Zur Ausstattung gehört ein automatischer Duplex-Dokumenteneinzug. Das MFC-J5117DW richtet sich mit drei Papierkassetten stärker an Arbeitsgruppen mit höherem Druckaufkommen oder Anforderungen an unterschiedliche Papiersorten und -formate.
Maxidrive-Druckköpfe für A4-Geräte
Technische Grundlage der neuen Serie ist Brothers patentierte Maxidrive-Druckkopftechnologie. Dabei handelt es sich um ein piezoelektrisches Inkjet-System, bei dem elektrische Impulse die Piezoelemente im Druckkopf verformen. Die dadurch entstehenden Druckänderungen in den Tintenkammern befördern die Tintentropfen durch die Düsen auf das Papier.

Das MFC-J5117DW deckt mit drei Papierkassetten Anforderungen von Arbeitsgruppen mit höherem Druckaufkommen oder Bedarf an mehreren unterschiedliche Papiersorten und -formaten ab. (Foto: Brother
Der Hersteller verspricht damit einen hohen Tintenausstoß bei gleichzeitig präziser Steuerung der Tropfen. Gedruckt wird mit Pigmenttinten. Diese sollen insbesondere bei Texten und Geschäftsgrafiken für scharfe Konturen sorgen.
Brother bietet Tintenpatronen mit einer Reichweite von bis zu 12.000 Seiten in Schwarz und 10.000 Seiten in Farbe an. Die großen Patronen sollen die Zahl der Verbrauchsmaterialwechsel insbesondere beim Einsatz in Arbeitsgruppen reduzieren.
Automatische Wartung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wartung des Drucksystems. Damit soll von kleineren Tintengeräten bekannten Problem wie Störungen durch verstopfte Düsen oder Probleme beim Tintentransport aktiv entgegengewirkt werden, um unerwünschte Ausfallzeiten zu vermeiden.

Der MFC-J5115DW ist ein 4-in-1-Multifunktionsgerät mit Druck-, Scan-, Kopier- und Faxfunktion, zwei Papierkassetten und automatischem Duplex-Dokumenteneinzug. (Foto: Brother)
Brother bezeichnet das Angebot als »Advanced-Maintenance»-Technologie. Das System überwacht das Tintensystem und führt Wartungsmaßnahmen automatisch durch. Damit sollen sich mögliche Probleme frühzeitig erkennen beziehungsweise vermeiden lassen.
Für Unternehmen und Managed-Print-Service-Provider ist das vor allem deshalb interessant, weil sich der Bedarf an manuellen Eingriffen verringern kann. Wie stark sich die automatische Wartung im längerfristigen Einsatz auf Verfügbarkeit und Wartungsaufwand auswirkt, muss allerdings die Praxis zeigen.
Duplex-Scan mit bis zu 30 Bildern pro Minute
Bei den Multifunktionsmodellen der Serie »Business Smart X« gehört ein automatischer Dokumenteneinzug zur Ausstattung. Beidseitig bedruckte Vorlagen können automatisch eingelesen werden. Brother gibt für das Duplex-Scannen eine Geschwindigkeit von bis zu 30 Bildern pro Minute an.
Die Bedienung erfolgt unter anderem über einen Touchscreen. Häufig benötigte Funktionen und Arbeitsabläufe lassen sich dort als Schnellzugriffe hinterlegen. Das kann beispielsweise für wiederkehrende Scanvorgänge interessant sein, bei denen Dokumente regelmäßig an bestimmte Ziele übertragen werden.
Mehrere Papierkassetten und eine Multifunktionszufuhr ermöglichen es, verschiedene Medien beziehungsweise Papierformate gleichzeitig vorzuhalten. Damit müssen Anwender bei wechselnden Druckaufträgen nicht jedes Mal das Papier in der Hauptkassette austauschen.
Für die Netzwerkanbindung stehen Dualband-WLAN mit 2,4 und 5 GHz sowie Gigabit-Ethernet zur Verfügung. Hinzu kommt eine USB-Schnittstelle.
Sicherheitsfunktionen
Brother spricht bei der neuen Baureihe von einem »Secure by Design«-Ansatz. Sicherheitsmechanismen sollen sowohl das Gerät selbst und die Netzwerkkommunikation als auch die Verarbeitung von Dokumenten schützen.
Darüber hinaus unterstützt die Business Smart X Serie Sicherheits-, Druck- und Workflow-Lösungen von Brother sowie Drittanbietern. Unternehmen können die Geräte damit in vorhandene Dokumenten- und Druckmanagement-Infrastrukturen integrieren und Arbeitsabläufe an ihre Anforderungen anpassen.
Welche Sicherheitsfunktionen tatsächlich relevant sind, hängt allerdings stark von der jeweiligen Infrastruktur ab. Für größere Installationen dürften daher neben den Funktionen am Gerät vor allem die zentrale Administration, Authentifizierung und Einbindung in bestehende Sicherheitsrichtlinien von Bedeutung sein.
Integration in Managed Print Services
Brother bietet die neue Baureihe auch im Rahmen seiner Managed Print Services (MPS) an. Unternehmen beziehungsweise Dienstleister können die installierten Geräte damit zentral überwachen.
Zu den MPS-Funktionen gehören unter anderem die Fernüberwachung der Geräte und eine automatisierte Versorgung mit Verbrauchsmaterialien. Ziel ist es, Toner- beziehungsweise Tintenbestände und Gerätezustände zentral zu verwalten und Ausfallzeiten zu reduzieren. Brother bietet dafür unterschiedliche Service- und Leistungspakete an.
Bis zu 33 Prozent Recycling-Kunststoff
Bei Konstruktion und Verpackung hebt Brother außerdem Umweltaspekte hervor. Je nach Modell bestehen bis zu 33 Prozent der verwendeten Kunststoffe aus recyceltem Material. Bei der Verpackung verzichtet der Hersteller auf expandiertes Polystyrol (EPS) und setzt stattdessen auf leichter recycelbare Materialien. Seit 2024 bereitet Brother zudem gebrauchte Tintenpatronen wieder auf. Sie können über ein Rücknahmeprogramm kostenlos zurückgegeben werden.
Wiederaufbereitung gebrauchter Trommeleinheiten
Mit den Neuvorstellungen folgt Brother dem durchaus erkennbaren Trend, Business-Ink-Geräte auch als nachhaltige und energiesparende Alternative zu Laserdruckern zu positionieren. Gleichzeitig verbessert er aber auch die Öko-Bilanz seiner Laserdruckgeräte. Neben den langjährigen Bemühungen zur Wiederaufbereitung von Tonerkartuschen erweitert er das Angebot jetzt auf die Wiederaufbereitung gebrauchter Trommeleinheiten für Drucker und Multifunktionsgeräte.

Das Brother-Werk in der Slowakei hat im Juli mit der Wiederaufbereitung gebrauchter Trommeleinheiten für Drucker und Multifunktionsgeräte begonnen. (Foto: Brother)
Damit hat das Brother-Werk in der Slowakei im Juli begonnen. Zurückgegebene Trommeleinheiten werden dort zunächst gründlich gereinigt und bei Bedarf mit neuen Komponenten ausgestattet. Anschließend durchlaufen sie umfassende Qualitätsprüfungen.
»Damit stellt Brother sicher, dass die wiederaufbereiteten Trommeleinheiten dieselben Qualitätsstandards erfüllen wie Neuprodukte«, teilt das Unternehmen mit. Wie bei Tonerkartuschen kümmert sich Brother um den gesamten Prozess von der Rücknahme über die Wiederaufbereitung bis zur erneuten Auslieferung selbst.
Die für Europa zuständigen Wiederaufbereitungsanlagen in Großbritannien und der Slowakei sind zudem als abfallfrei und kohlenstoffneutral zertifiziert und werden mit grüner Energie betrieben, die durch Solarenergie und Erdwärme erzeugt wird. Interessant ist das für Unternehmen oder Behörden, die ihre CO2-Bilanz sehr weitgefasst ausweisen wollen oder müssen.
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